Xiaomi forciert seine Hardware-Strategie mit einer breit angelegten Produktoffensive im Volumensegment und bereitet zugleich den Start neuer Flaggschiffe vor. Gestern stellte der Konzern die neue Redmi-Note-17-Serie für europäische Märkte sowie für Südostasien vor. An den Börsen dominierte zuletzt jedoch Zurückhaltung: Die Xiaomi-Aktie gab gestern um 1,5 Prozent nach und ging bei 2,90 Euro aus dem Handel.

Großakkus für das Volumensegment

Die neu präsentierte Modellreihe zielt auf das Massengeschäft und setzt vor allem auf Akkus mit Silizium-Kohlenstoff-Technologie. Bei der europäischen Präsentation in Budapest zeigte das Unternehmen mehrere Varianten, angeführt vom Redmi Note 17 Pro Max 5G mit einer Kapazität von 9.210 Milliamperestunden.

Das Volumensegment bleibt für den Konzern das fundamentale Rückgrat. Für europäische Kunden soll das Schwestermodell Redmi Note 17 Pro 5G mit einem 8.340-Milliamperestunden-Akku antreten. Begleitet wird die Gerätereihe von einem Softwareversprechen über sechs Jahre Sicherheitsupdates, womit der chinesische Hersteller gezielt etablierte Konkurrenten angreift.

Flaggschiff-Reihe vor dem Start

Parallel zur Mittelklasse treibt Xiaomi die Erneuerung seiner Spitzenmodelle voran.

Branchenberichten zufolge nutzt die Serie Qualcomms Snapdragon-Prozessor der nächsten Generation. Ein technisches Merkmal bleibt das rückseitige Zweitdisplay im Kameramodul, das über integrierte Softwarefunktionen eigene Mini-Anwendungen erzeugen soll.

Druck im europäischen Marktumfeld

Im europäischen Smartphone-Markt behauptet sich Xiaomi auf dem dritten Rang.

Für Anleger spiegelt sich die rege Produktaktivität bisher allerdings kaum im Kursverlauf wider. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 33 Prozent. Ob die Akku-Offensive und die neuen Flaggschiffe die erhoffte Belebung bringen, hängt vor allem von der weltweiten Konsumnachfrage ab.