Xiaomi testet humanoide Roboter in seiner Elektrofahrzeugfabrik – und das mit beachtlichen Ergebnissen. Doch trotz technologischer Fortschritte und intensiver Aktienrückkäufe steht die Aktie unter Druck. Was treibt das Unternehmen an, und reicht der Ehrgeiz, um die Kursschwäche zu überwinden?
Roboter im Takt der Montagelinie
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierte Xiaomi-Präsident Lu Weibing ein konkretes Ergebnis: Zwei selbst entwickelte humanoide Roboter absolvierten in der firmeneigenen EV-Fabrik drei Stunden autonomen Dauerbetrieb – mit einer Erfolgsrate von 90,2 Prozent beim Montieren selbstschneidender Muttern. Entscheidend dabei: Die Roboter hielten den Produktionstakt von 76 Sekunden pro Fahrzeug ein.
Technologisch setzt Xiaomi auf ein intern entwickeltes Vision-Language-Action-Modell mit 4,7 Milliarden Parametern, kombiniert mit Reinforcement Learning. Das reduziert die Abhängigkeit von manuellen Trainingsdaten. Lu Weibing dämpfte allerdings überzogene Erwartungen: Die Roboter hätten noch keinen offiziellen Job – „eher wie Praktikanten“. Die Massenbereitstellung ist als Fünf-Jahres-Ziel definiert, auch ein Einsatz im Haushaltsbereich ist geplant.
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Analysten von RBC Capital Markets beziffern den globalen Markt für humanoide Roboter bis 2050 auf bis zu 9 Billionen US-Dollar – mit China als größtem Einzelmarkt.
EV-Wachstum, Steuerstreit und Kursdruck
Im EV-Geschäft lieferte Xiaomi 2025 rund 410.000 Fahrzeuge aus – deutlich mehr als die eigene Prognose von 300.000 Einheiten. Die Sparte schrieb im dritten Quartal erstmals schwarze Zahlen. Für 2026 peilt der Konzern 550.000 Auslieferungen an, ein Plus von 34 Prozent. Investoren reagierten auf dieses Ziel jedoch verhalten, da der anhaltende Preiskampf im chinesischen EV-Markt die Margen branchenweit belastet.
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Zusätzlich lastet ein eskalierender Steuerstreit in Indien auf der Stimmung. Die Behörden werfen Xiaomi Zollhinterziehung auf Lizenzgebühren vor. Aus einer ursprünglichen Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnten durch Strafen und Zinsen über 150 Millionen US-Dollar werden. Rund 610 Millionen US-Dollar an Vermögenswerten sind eingefroren.
Gegen den Kursverfall stemmt sich das Unternehmen mit aggressiven Aktienrückkäufen: Im vergangenen Monat wurden mehr als 3,2 Milliarden HKD in eigene Aktien investiert – so viel wie seit über zwei Jahren nicht mehr. An nahezu jedem Handelstag im laufenden Jahr kaufte Xiaomi eigene Papiere zurück. Den Abwärtstrend konnte das bislang nicht stoppen. Die Aktie notiert rund 47 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 7,07 Euro und liegt seit Jahresbeginn etwa 18 Prozent im Minus.
Jahresbericht als nächster Kursimpuls
Am 24. März 2026 hält Xiaomi eine Vorstandssitzung ab, um die Jahresergebnisse 2025 zu verabschieden. Dabei prüft der Vorstand auch die erste Abschlussdividende seit dem Börsengang des Unternehmens. Der Bericht dürfte zeigen, wie sich die Margen im Smartphone-Kerngeschäft entwickelt haben und wie profitabel die EV-Sparte auf Jahresbasis wirklich ist. Für die Aktie wird der 24. März zum nächsten konkreten Datum, an dem sich entscheidet, ob die technologischen Ambitionen auch finanziell überzeugen.
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