Humanoide Roboter auf der Montagelinie, ein übertroffenes Lieferziel im EV-Bereich und ein nahender Jahresabschluss – bei Xiaomi verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Trotzdem notiert die Aktie noch immer deutlich unter ihrem Jahreshoch. Was steckt dahinter?
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona gab Xiaomi-Präsident Lu Weibing einen seltenen Einblick in den laufenden Robotik-Piloten: Zwei hauseigene humanoide Roboter absolvierten in drei Stunden 90 Prozent ihrer zugewiesenen Aufgaben in der konzerneigenen Elektrofahrzeug-Fabrik. Ein Video zeigt die Maschinen beim beidseitigen Verschrauben von Fahrzeugchassis – im 76-Sekunden-Takt der laufenden Produktionslinie. Lu selbst ordnete den Test nüchtern ein: Die Roboter seien „eher wie Praktikanten“ gewesen, kein regulärer Betrieb.
Vom Prototyp zur Fabrikrealität
Der Schritt von der Laborphase in eine reale Produktionsumgebung ist dennoch bemerkenswert. Xiaomi-CEO Lei Jun hatte bereits im Vorjahr angekündigt, humanoide Roboter innerhalb von fünf Jahren in großem Maßstab einzusetzen – perspektivisch auch im Haushaltsbereich, was nach seiner Einschätzung einen neuen Billionen-Yuan-Markt erschließen könnte. RBC Capital Markets sieht den globalen Markt für Humanoide bis 2050 bei neun Billionen US-Dollar, mit China als dominantem Akteur mit über 60 Prozent Anteil. Auch Wettbewerber wie XPeng und Honor zeigten zuletzt eigene Robotermodelle.
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Parallel dazu kann das EV-Geschäft überzeugen: Mit rund 410.000 ausgelieferten Fahrzeugen übertrumpfte Xiaomi 2025 die eigene Prognose von 300.000 Einheiten deutlich, die Sparte schrieb im dritten Quartal erstmals schwarze Zahlen. Für 2026 peilt der Konzern 550.000 Auslieferungen an. Investoren zeigten sich von diesem Ziel allerdings wenig begeistert – offenbar hatten viele mit einem ambitionierteren Wachstumspfad gerechnet.
Belastungsfaktoren trüben das Bild
Dazu kommt ein eskalierender Steuerstreit in Indien, der die Stimmung belastet. Den indischen Behörden zufolge hat Xiaomi Zölle auf Lizenzgebühren umgangen. Der ursprüngliche Anspruch von 72 Millionen US-Dollar könnte sich inklusive Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar erhöhen; zusätzlich sind Vermögenswerte in Höhe von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren. Xiaomi stemmt sich mit einem intensiven Aktienrückkaufprogramm gegen den Kursdruck – an nahezu jedem Handelstag im bisherigen Jahr 2026 wurden eigene Papiere erworben.
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An der Börse spiegelt sich die gemischte Lage wider: Die Aktie liegt mit rund 3,72 Euro noch immer fast 47 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 5,10 Euro. Der leichte Erholungsversuch der vergangenen Woche (+8 Prozent) hat den langfristigen Abwärtstrend bislang nicht gebrochen.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der geprüfte Jahresabschluss 2025, den Xiaomi für den 24. März angekündigt hat. Der Vorstand erwägt zudem, erstmals seit dem Börsengang eine Abschlussdividende vorzuschlagen – ein Signal, das Anleger genau beobachten werden.
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