Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Realität und Börsenstimmung gerade besonders weit auseinander. Der Konzern lieferte im ersten Quartal 2026 rund 33,8 Millionen Smartphones aus, fast 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Kein anderer Hersteller unter den Top 5 verlor mehr Volumen. Und der Gegenwind kommt aus einer unerwarteten Richtung.
KI-Boom als Bumerang
Das Paradox ist real: Während Technologiekonzerne weltweit Milliarden in KI-Rechenzentren pumpen, verdrängen sie damit Smartphone-Hersteller aus der Chip-Versorgung. DRAM- und NAND-Kapazitäten sind knapp, die Preise steigen — und Xiaomi trifft das härter als die Konkurrenz. Im Einsteigersegment, wo die Marke stark verankert ist, machen Speicherchips den größten Anteil an den Materialkosten aus. Xiaomis Finanzchef kalkulierte bereits Ende 2025 mit einem DRAM-Kostenanstieg von 25 Prozent je Gerät für die 2026er Modellreihe.
Counterpoint Research erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen weltweiten Rückgang der Smartphone-Auslieferungen um zwölf Prozent — das wäre der stärkste je gemessene Einbruch und würde die Stückzahlen auf das niedrigste Jahresniveau seit 2013 drücken.
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Zahlen belasten, Event soll Aufmerksamkeit lenken
Im vierten Quartal 2025 brach der bereinigte Gewinn um 24 Prozent ein. Die Aktie hat seit ihrem Hochpunkt Mitte 2025 rund die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert aktuell etwa 47 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,69 Euro — nahe dem Jahrestief.
Am 21. April präsentiert Xiaomi das Redmi K90 Max: ein Gaming-Smartphone mit aktivem Lüftungskühlsystem — das erste seiner Art in der gesamten Redmi- und Xiaomi-Produktlinie. Das Event umfasst außerdem ein neues Tablet sowie zwei Laptop-Varianten mit Intels Panther-Lake-Prozessor. Produktlaunches dieser Art können kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, ändern aber nichts an den strukturellen Kostenproblemen.
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Milliarden-Wette auf KI — mitten im Gegenwind
Xiaomi investiert über drei Jahre insgesamt 60 Milliarden Renminbi in KI, davon 16 Milliarden allein 2026. Rund 70 Prozent fließen in Sprachmodelle und KI-Agenten. Das bindet erhebliches Kapital in einem Moment, in dem das Kerngeschäft unter Druck steht.
Am 27. Mai legt Xiaomi den nächsten Quartalsbericht vor. Entscheidend wird sein, ob die EV-Sparte die Schwäche im Smartphone-Geschäft abfedert — und ob Preiserhöhungen die Margen stabilisieren, ohne weiteres Volumen zu kosten. Eine strukturelle Entspannung beim Speichermarkt erwartet Counterpoint frühestens Ende 2027.
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