Xiaomi Aktie: Teure KI-Offensive

Xiaomi meldet Rekordgewinne für 2025, doch massive Investitionen in KI und Elektroautos belasten die Profitabilität und drücken den Aktienkurs deutlich.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordumsatz und -gewinn im Gesamtjahr 2025
  • Neues KI-Modell unterbietet Preise der Konkurrenz
  • Gewinnrückgang im letzten Quartal belastet
  • Massive Investitionen für 2026 geplant

Der Technologiekonzern meldet für das abgelaufene Jahr Rekordgewinne und mischt mit einem neuen Sprachmodell überraschend die globale KI-Elite auf. Trotz dieser fundamentalen Meilensteine hat das Papier seit seinem Höchststand fast die Hälfte an Wert verloren. Ein Blick auf die Bilanz offenbart die massiven Kosten, die dieser strategische Wandel verschlingt.

Im Gesamtjahr 2025 kletterte der Umsatz um 25 Prozent auf 457,3 Milliarden Yuan, während der bereinigte Nettogewinn neue Allzeithochs erreichte. Besonders die noch junge Elektroauto-Sparte lieferte ab: Sie erreichte in unter zwei Jahren die Profitabilität und steuerte ein positives operatives Ergebnis von über 110 Millionen Euro bei. Parallel dazu überraschte das Unternehmen die Branche mit der „MiMo-V2“-Modellserie. Das neue KI-Flaggschiff lief zuvor wochenlang anonym unter dem Codenamen „Hunter Alpha“ auf Entwicklerplattformen und platzierte sich in globalen Benchmarks direkt hinter Branchengrößen wie Claude. Mit einem Preis von 3,00 US-Dollar pro Million Output-Token unterbietet Xiaomi die westliche Konkurrenz dabei massiv.

Schwaches Jahresende drückt auf den Kurs

Die aggressive Expansion fordert allerdings ihren Tribut. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Umsatzwachstum spürbar, während der bereinigte Nettogewinn um fast 24 Prozent einbrach – der erste quartalsweise Rückgang seit Ende 2022. Steigende Speicherpreise belasten derzeit die Kostenstruktur im klassischen Smartphone-Geschäft erheblich.

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Diese gemischte Nachrichtenlage spiegelt sich im Chart wider. Aktuell notiert der Titel bei 3,61 Euro und verzeichnet damit auf 12-Monats-Sicht ein Minus von rund 44 Prozent. Selbst milliardenschwere Aktienrückkäufe im vergangenen Jahr und Anfang 2026 reichten nicht aus, um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen.

Der Konzernumbau geht im laufenden Jahr unvermindert weiter. Xiaomi plant allein für 2026 Forschungs- und Investitionsausgaben von über 40 Milliarden Yuan, um die neuen KI-Modelle in das eigene Hardware-Ökosystem zu integrieren. Gleichzeitig peilt das Management eine Steigerung des Autoabsatzes auf 550.000 Fahrzeuge an. Diese Doppelbelastung aus KI-Entwicklung und EV-Skalierung erfordert tiefe Taschen und dürfte die Profitabilität kurzfristig weiter einschränken.

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