Während Xiaomi mit einem 990 PS starken Elektro-SUV auf der Nürburgring-Nordschleife Flagge zeigt, kämpft das Unternehmen im Kerngeschäft mit einem handfesten Kostenproblem. Gestiegene Speicherpreise fressen die Smartphone-Margen auf — und die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief.
Speicherpreise als Margenkiller
Xiaomi-Präsident Lu Weibing hat sich ungewöhnlich offen auf der Plattform Weibo zur Lage geäußert. Der Grund: Die Einkaufspreise für Speicherbausteine sind geradezu explodiert. Ein Paket aus 12 GB RAM und 512 GB Speicher kostet das Unternehmen aktuell rund 288 US-Dollar — gegenüber etwa 72 US-Dollar im Vorjahr, also fast das Vierfache. Verantwortlich ist die KI-Boom-getriebene Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten, die weltweit Speicherkapazitäten absorbiert und die Mobilfunkbranche ins Hintertreffen bringt.
Analysten von TrendForce erwarten für das zweite Quartal 2026 Preissprünge von bis zu 63 Prozent bei DRAM und 75 Prozent bei NAND-Flash. Die Folgen sind bereits in den Zahlen sichtbar: Die Bruttomarge im Smartphone-Segment fiel von 12,6 Prozent im Gesamtjahr 2024 auf nur noch 8,3 Prozent im vierten Quartal. Als Reaktion hebt Xiaomi ab dem 11. April den Preis des Redmi K90 Pro Max um 200 Yuan an und beendet laufende Aktionen für zwei weitere Redmi-Modelle.
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Elektroauto-Offensive mit gemischten Signalen
Im EV-Geschäft zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Die überarbeitete Limousine SU7 startete stark: Allein im März wurden über 7.000 Einheiten ausgeliefert, insgesamt setzte Xiaomi im März mehr als 20.000 Elektrofahrzeuge ab. Beim SUV-Modell YU7 hingegen sinken die Wartezeiten von ehemals 33 bis 56 Wochen auf aktuell 7 bis 14 Wochen — ein deutlicher Hinweis auf nachlassende Nachfrage.
Um die Abhängigkeit von einzelnen Modellen zu verringern, plant Xiaomi für 2026 vier bis sechs neue Fahrzeuge. Das Jahresziel von 550.000 Einheiten — nach 411.837 im Jahr 2025 — bleibt ambitioniert.
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Premium-Strategie und Ausblick
Xiaomi versucht, dem Margendruck mit einer Premiumstrategie zu begegnen. Die neue Xiaomi-17-Serie startet global ab 999 Euro und soll über das KI-Modell MiMo-V2-Pro Hard- und Software enger verzahnen. Für 2026 sind rund 16 Milliarden Yuan an KI-Investitionen geplant.
Die Aktie hat seit ihrem Hoch bei 6,69 Euro im Juni 2025 mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert aktuell bei 3,46 Euro. Ende Mai legt Xiaomi die Zahlen für das erste Quartal vor — dann zeigt sich, wie stark die Margen im Smartphone-Segment tatsächlich gelitten haben und ob die Premium-Offensive erste Wirkung zeigt.
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