Während die Xiaomi-Aktie seit Jahresbeginn rund 19 Prozent an Wert verloren hat, steuert der chinesische Tech-Riese operativ und finanziell dagegen. Das Unternehmen meldet erfolgreiche Tests mit humanoiden Robotern in der EV-Fertigung und stützt den Kurs gleichzeitig mit massiven Aktienrückkäufen. Reicht diese Doppelstrategie aus, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen?
Roboter als neue Werksarbeiter
Auf dem Mobile World Congress präsentierte Xiaomi-Präsident Lu Weibing konkrete Fortschritte in der Automatisierung: Selbst entwickelte humanoide Roboter haben erste Praxistests in der Elektrofahrzeugfabrik bestanden. An einer Schrauben-Montagestation erreichten die Maschinen eine Erfolgsquote von über 90 Prozent und hielten die geforderte Zykluszeit ein.
Technisch basiert dieser Erfolg auf einem internen Vision-Language-Action-Modell, das mit 4,7 Milliarden Parametern trainiert wurde. Obwohl die Roboter laut Management aktuell noch den Status von „Praktikanten“ haben, plant CEO Lei Jun den großflächigen Einsatz in den kommenden fünf Jahren. Dies unterstreicht den Anspruch, über das klassische Smartphone-Geschäft hinaus in der High-Tech-Fertigung Fuß zu fassen.
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Management kauft aggressiv zurück
Parallel zur technologischen Offensive versucht Xiaomi, den Aktienkurs zu stabilisieren. Dieser notierte am Freitag bei nur noch 3,62 Euro und hat auf Jahressicht über 43 Prozent eingebüßt. Als Reaktion darauf kauft das Unternehmen im Jahr 2026 fast täglich eigene Anteile zurück.
Allein im Vormonat flossen über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in dieses Programm – der höchste Wert seit zwei Jahren. Auch Anfang März setzte sich diese Serie fort. Diese Maßnahmen signalisieren, dass die Führungsetage die aktuelle Bewertung als zu niedrig erachtet.
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Die Gründe für den Abverkauf
Trotz der Innovationsmeldungen überwiegen am Markt derzeit die Sorgen. Drei Hauptfaktoren belasten das Papier:
- Margendruck bei Smartphones: Eine globale Knappheit bei Speicherchips treibt die Preise für DRAM und NAND-Flash in die Höhe. Da Xiaomi diese Kosten im Massensegment kaum an die Kunden weitergeben kann, drohen sinkende Gewinnspannen.
- Rechtsstreit in Indien: Der Steuerkonflikt auf dem wichtigen indischen Markt verschärft sich. Behörden fordern Nachzahlungen und Strafen, die sich auf über 150 Millionen Dollar summieren könnten, während Vermögenswerte eingefroren bleiben.
- EV-Absatzschwankungen: Die Auslieferungen der Elektroautos sanken im Februar saisonbedingt auf 20.000 Einheiten. Zudem reagierten Analysten verhalten auf das Absatzziel von 550.000 Fahrzeugen für 2026.
Operative Lichtblicke
Fundamental zeigt sich das Unternehmen jedoch robuster, als der Chart vermuten lässt. Die Elektroauto-Sparte erreichte bereits im dritten Quartal 2025 – weniger als zwei Jahre nach Start – die Gewinnschwelle und erzielte einen operativen Gewinn. Auch der Gesamtumsatz legte in den ersten neun Monaten 2025 deutlich zu.
Zahlenvorlage als nächster Impuls
Der entscheidende Termin für Investoren ist der 24. März. An diesem Tag wird der Vorstand die Jahresergebnisse für 2025 prüfen und über eine mögliche erste Schlussdividende entscheiden. Sollte Xiaomi hier positive Überraschungen liefern und die Machbarkeit der Auslieferungsziele untermauern, könnte dies den Boden für eine Neubewertung bereiten.
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