Xiaomi liefert starke operative Zahlen, baut Roboter und elektrisiert mit Hypercars – doch Goldman Sachs senkt trotzdem die Prognosen. Was steckt dahinter, und was bedeutet das für den entscheidenden Termin am 24. März?
Goldman Sachs korrigiert Schätzungen deutlich
Die Investmentbank sieht Xiaomi mit zwei konkreten Belastungen konfrontiert: steigende Vorleistungskosten in der Elektronik- und Automobilindustrie sowie den schrittweisen Abbau staatlicher Subventionen für Elektrofahrzeuge in China, der die Verbrauchernachfrage spürbar gedämpft hat.
Die Folge: Goldman Sachs senkt die Umsatzprognosen für 2025 bis 2027 um zwei bis neun Prozent – über alle Segmente hinweg. Noch deutlicher fallen die Korrekturen beim bereinigten Nettogewinn aus, der für 2026 um 24 Prozent nach unten revidiert wurde. Das Kursziel sinkt von HKD 47,50 auf HKD 41. Das Buy-Rating bleibt allerdings bestehen, was zeigt: Die Bank sieht langfristiges Potenzial, rechnet aber kurzfristig mit weiterem Kurswiderstand.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
Dabei sind Xiaomis operative Zahlen alles andere als schwach. In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz um 32,5 Prozent auf über 340 Milliarden Renminbi, der Gewinn kletterte um 140 Prozent. Besonders bemerkenswert: Das Elektrofahrzeugsegment erreichte im dritten Quartal 2025 die Profitabilität – weniger als zwei Jahre nach Markteintritt.
EV-Wachstum, Robotik und ein Steuerstreit
Im Elektrofahrzeuggeschäft läuft es volumenmäßig besser als geplant. 2025 lieferte Xiaomi rund 410.000 Fahrzeuge aus und übertraf damit die eigene Prognose von 300.000 Einheiten deutlich. Für 2026 peilt das Unternehmen 550.000 Auslieferungen an. Die Investoren reagierten verhalten – der anhaltende Preiskampf im chinesischen EV-Markt lässt die Margen branchenweit schrumpfen.
Beim Mobile World Congress in Barcelona präsentierte Xiaomi derweil seine technologische Bandbreite: ein humanoides Robotermodell, das im eigenen Elektrofahrzeugwerk bereits autonom eingesetzt wird, sowie das Konzeptfahrzeug „Xiaomi Vision Gran Turismo“ – ein elektrischer Hypercar. Beides unterstreicht den Anspruch, weit mehr als ein Smartphone-Hersteller zu sein.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Xiaomi?
Weniger erfreulich ist die Lage in Indien. Behörden werfen Xiaomi die Umgehung von Zollabgaben auf Lizenzzahlungen vor. Eine vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen US-Dollar ausweiten, während Vermögenswerte im Wert von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren bleiben. Der einst starke indische Marktanteil ist von über 30 Prozent auf nur noch 12 Prozent gefallen.
Der 24. März als nächster Prüfstein
Um den Kurs zu stützen, kauft Xiaomi seit Jahresbeginn 2026 an nahezu jedem Handelstag eigene Aktien zurück – allein im vergangenen Monat für mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar. Dennoch notiert die Aktie derzeit rund 27 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Am 24. März tritt der Vorstand zusammen, um die Jahresergebnisse 2025 zu genehmigen – inklusive der möglichen ersten Dividende seit dem Börsengang. Der Termin dürfte Klarheit bringen: über die Rentabilität des Kerngeschäfts, das vollständige Jahresbild der EV-Sparte und die Frage, ob die operativen Fortschritte die Revisionen der Analysten mittelfristig widerlegen können.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

