Xiaomi: Auto-Sparte erreicht 10.000 Mitarbeiter

Xiaomi treibt den Aufbau seiner Automobilsparte voran, kauft eigene Aktien zurück und plant den Markteintritt in Europa für 2027, während die Aktie unter Druck steht.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Management kauft eigene Aktien für 145 Mio. HKD zurück
  • Autosparte beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter
  • Fokussierung auf Mittel- und Oberklasse-Fahrzeuge
  • Markteintritt in Europa für 2027 geplant

Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Realität und Börsenstimmung auseinander. Während die Aktie seit Jahresbeginn rund 21 Prozent im Minus liegt, kauft das Management eigene Anteile zurück und treibt den Aufbau seiner Automobilsparte mit Nachdruck voran.

Rückkauf als Vertrauenssignal

Am 21. April erwarb Xiaomi 4,5 Millionen eigene Class-B-Aktien an der Hongkonger Börse. Das Volumen: rund 145,6 Millionen Hongkong-Dollar, zu einem Kurs von 32,40 HKD je Aktie. Solche Rückkäufe gelten Marktbeobachtern typischerweise als Zeichen, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält. Angesichts eines RSI von knapp 77 und einer Kurserholung von rund vier Prozent in den vergangenen sieben Tagen scheint zumindest kurzfristig Bewegung in den Titel gekommen zu sein.

10.000 Mitarbeiter und ein neuer CTO

Xiaomi Auto hat im April die Marke von 10.000 Beschäftigten geknackt. Das Ziel: die Automobilsparte mittelfristig zur zweiten Kernsparte neben dem Smartphone-Geschäft ausbauen.

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Teil dieser Strategie ist die Professionalisierung der Führungsebene. Xiaomi Auto hat erstmals einen Chief Technology Officer ernannt. Der neue CTO bringt rund 30 Jahre Branchenerfahrung mit. Er soll die technologische Entwicklung der nächsten Modelle steuern und die Verzahnung von Smartphone-Software und Fahrzeugsteuerung vertiefen. Das Modell YU7 setzt bereits auf den Snapdragon 8 Gen3 von Qualcomm — ein Chip, der ursprünglich für High-End-Smartphones entwickelt wurde.

Keine Autos unter 100.000 Yuan

CEO Lei Jun hat eine klare Grenze gezogen: Xiaomi investiert nicht in Elektroautos mit einem Zielpreis unter 100.000 Yuan, umgerechnet rund 12.500 Euro. Das Billigsegment ist damit tabu.

Der Grund liegt im Margendruck. Ein technisches Update beim Modell SU7 erhöhte die Stückkosten um 20.000 Yuan. Der Verkaufspreis stieg lediglich um 4.000 Yuan. Diese Lücke zeigt, wie schnell Profitabilität im Niedrigpreissegment erodiert — ein Problem, das etwa den Wuling Hongguang Mini EV zuletzt hart getroffen hat.

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Xiaomi setzt stattdessen auf Mittel- und Oberklasse. Dass das Konzept Anklang findet, belegen die SU7-Zahlen vom Launch: rund 15.000 Bestellungen in den ersten 30 Minuten.

Europa ab 2027 im Visier

International zeigt Xiaomi Ambitionen. Der Markteintritt in Europa ist für 2027 geplant. Chinesische Marken kamen im ersten Quartal 2026 in Deutschland bereits auf einen Neuzulassungsanteil von 3,1 Prozent.

Die Konkurrenz reagiert: BMW und Audi eröffnen lokale Entwicklungszentren in China und kooperieren mit Tech-Konzernen wie Huawei. Xiaomi setzt dagegen auf vertikale Integration und Hardware-Expertise. Ob das reicht, um in Europa Fuß zu fassen, wird sich spätestens mit dem geplanten Marktstart 2027 zeigen — dann dürften auch die ersten Verkaufszahlen außerhalb Chinas Aufschluss geben.

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