Xiaomi: Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro im 18 Pro Max

Xiaomi plant sein nächstes Flaggschiff mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro, kämpft aber mit sinkenden Auslieferungen und einem deutlichen Aktienverlust.

Xiaomi Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer Snapdragon-Chip in Testphase
  • Lieferungen brechen um 19 Prozent ein
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 23 Prozent
  • Marktstart für September 2026 geplant

Starke Nachfrage nach Premium-Chips, schwache Lieferzahlen — bei Xiaomi klaffen Anspruch und Realität gerade weit auseinander. Das Unternehmen will sein nächstes Flaggschiff-Smartphone dennoch mit Qualcomms stärkstem verfügbarem Prozessor ausstatten. Ob das gelingt, ist keine ausgemachte Sache.

Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro im Visier

Laut dem bekannten Insider Digital Chat Station befindet sich ein Gerät mit dem Qualcomm-Chip SM8975 bereits in der Testphase. Dieser Prozessor soll unter dem Namen Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro vermarktet werden. TSMC fertigt ihn im 2-nm-Prozess — ein spürbarer Sprung gegenüber der aktuellen 3-nm-Generation.

Der Chip soll LPDDR6-Arbeitsspeicher und eine leistungsstärkere Adreno-850-GPU unterstützen. Ob Xiaomi den LPDDR6-Vorteil tatsächlich nutzen wird, bleibt offen. DRAM- und NAND-Preise stiegen im ersten Quartal um fast 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal — das belastet die gesamte Branche.

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Kamera, Akku, Marktstart

Die geleakten Spezifikationen klingen ambitioniert. Das Gerät soll eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit 1/1,28-Zoll-Sensor mitbringen. Das periskopische Teleobjektiv könnte ebenfalls auf 200 Megapixel kommen. Der Akku soll 8.500 mAh fassen, mit 100-Watt-Kabelladen und 50-Watt-Wireless-Charging. Den Marktstart plant Xiaomi Gerüchten zufolge für September dieses Jahres.

Schwieriges Umfeld für Premium-Strategie

Die Entscheidung für den Pro-Chip fällt in eine schwierige Phase. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Xiaomi unter den fünf größten Smartphone-Herstellern den stärksten Lieferungsrückgang weltweit. Laut Counterpoint Research hält das Unternehmen zwar mit 12 Prozent Marktanteil Platz drei. Die Lieferungen brachen jedoch um 19 Prozent ein — der Gesamtmarkt schrumpfte nur um 6 Prozent.

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Die Aktie spiegelt diese Schwäche wider. Mit rund 3,48 Euro notiert das Papier mehr als 26 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts. Seit Jahresanfang hat die Aktie knapp 23 Prozent verloren.

Parallel treibt Xiaomi seine Diversifizierung voran. Das Vision Gran Turismo Concept feierte am 24. April auf der Pekinger Automesse sein China-Debüt. Für 2027 plant das Unternehmen den Eintritt in den europäischen Markt — mit 150 geplanten Stores in Großbritannien und einem bestehenden Forschungszentrum in München.

Das Smartphone-Segment bleibt dabei das Fundament. Ob die Premium-Strategie mit dem Pro-Chip aufgeht, zeigt sich spätestens im Herbst — wenn die Xiaomi-18-Serie auf einen Markt trifft, der unter Speicherkosten und nachlassender Nachfrage leidet.

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Über Dieter Jaworski 3321 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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