Starke Auslieferungszahlen auf der Straße, anhaltende Schwäche an der Börse — bei Xiaomi klaffen operative Realität und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Während der Technologiekonzern im E-Auto-Segment etablierte Premium-Hersteller angreift, notiert die Aktie mit 3,42 Euro nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 24 Prozent.
Fokus auf das Premium-Segment
Firmengründer Lei Jun schließt den Einstieg in das Budget-Segment unter 13.000 Euro für die kommende Dekade kategorisch aus. Stattdessen zielt die globale Strategie konsequent auf die Luxusklasse. Ein zentraler Baustein dieser Offensive ist das neue Modell YU7 GT. Die Markteinführung ist für Ende Mai geplant.
Europäische Ingenieure entwickelten das Fahrzeug maßgeblich mit. Das Ziel ist klar formuliert: Xiaomi will die Standards deutscher Premium-Automobile erreichen und die Akzeptanz auf dem europäischen Kontinent erhöhen. Bislang lieferte der Konzern innerhalb von zwei Jahren rund 650.000 Elektroautos aus.
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Tesla-Veteran soll Produktion skalieren
Um die internationalen Ambitionen zu untermauern, formiert das Unternehmen seine Führungsriege neu. Hu Zhengnan übernimmt als erster Chief Technology Officer die Leitung der Automobilsparte. Er bringt jahrzehntelange Erfahrung aus der chinesischen Industrie mit.
Ihm zur Seite steht Song Gang als neuer Vice President. Der ehemalige Tesla-Manager war bereits am Aufbau der Gigafactory in Shanghai beteiligt. Diese Personalie verdeutlicht den internen Druck, die Produktionskapazitäten massiv auszuweiten. Aktuell müssen Käufer von Flaggschiff-Modellen erhebliche Wartezeiten in Kauf nehmen.
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Ambitionierte Ziele treffen auf Kostendruck
Im ersten Quartal lieferte Xiaomi über 79.000 Fahrzeuge aus. Für das Gesamtjahr peilt das Management 550.000 Einheiten an. Das entspricht einem kräftigen Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Finanziell stützt sich die Expansion auf ein profitables Kerngeschäft. Der Gesamtkonzern steuerte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 457 Milliarden Renminbi bei.
Allerdings bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Steigende Komponentenkosten und geopolitische Handelsspannungen belasten die Margen. Analysten machen die langfristige Bewertung stark von der Profitabilität im Fahrzeugsektor abhängig und rufen teils Kursziele im Bereich von 32 Hongkong-Dollar auf.
Ende Mai steht mit dem Verkaufsstart des YU7 GT der nächste operative Lackmustest an. Gelingt es dem neuen Führungsteam, die Produktionskapazitäten rasch hochzufahren und die langen Lieferzeiten zu verkürzen, könnte dies den anhaltenden Abwärtstrend der Aktie stoppen.
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