Starke Elektroauto-Ambitionen, schwache Smartphone-Zahlen — bei Xiaomi klaffen Wachstumsstory und Börsenkurs gerade weit auseinander. Zur Eröffnung der Beijing International Auto Show präsentiert CEO Lei Jun heute neue Modelle und Technologien, während die Aktie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief notiert.
YU7, Hybride und ein neuer CTO
Im Mittelpunkt des Pekinger Auftritts steht der YU7, Xiaomis zweites Serienmodell. Der SUV soll das Tesla Model Y direkt angreifen — mit einer Einstiegsvariante für rund 253.500 Yuan, einem 235-kW-Heckantrieb und einem Leergewicht von 2.200 Kilogramm. Der Preis liegt spürbar unter dem der direkten Konkurrenz.
Neu ist der Einstieg ins Hybridgeschäft. Mit dem YU8 und YU9 — als Fünf- und Siebensitzer konzipiert — wagt Xiaomi den Schritt in die Extended-Range-Technologie (EREV). Das soll Käufer ansprechen, die trotz lückenhafter Ladeinfrastruktur auf Elektromobilität umsteigen wollen.
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Personell hat das Unternehmen nachgezogen: Hu Zhengnan, ehemals bei Geely und BYD, übernimmt als erster CTO der Automobilabteilung die technische Führung einer Division mit über 10.000 Mitarbeitern.
Ambitionierte Ziele, aber ein Problem im Kerngeschäft
Für 2026 peilt das Management 550.000 Auslieferungen an — nach 410.000 Einheiten im Vorjahr. Im ersten Quartal wurden bereits rund 80.000 Fahrzeuge abgesetzt. Langfristig strebt Xiaomi die Marke von einer Million kumulierten Auslieferungen an.
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Das Smartphone-Geschäft erzählt eine andere Geschichte. Im ersten Quartal 2026 brachen die weltweiten Auslieferungen laut IDC um 19,1 Prozent auf 33,8 Millionen Einheiten ein — der stärkste Rückgang unter den fünf größten Herstellern weltweit. Steigende Speicherkosten und aggressive Rabatte lokaler Konkurrenten belasten die Margen.
Die Aktie spiegelt diese Gemengelage wider: Mit rund 3,39 Euro notiert sie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn fast 25 Prozent verloren. Vom Jahreshoch bei 6,69 Euro im Juni 2025 ist sie weit entfernt.
Was am 27. Mai zählt
Am 27. Mai legt Xiaomi die offiziellen Quartalszahlen vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Gewinn je Aktie von rund 1,22 CNY. Der entscheidende Datenpunkt wird die Bruttomarge der Automobilsparte sein: Das aggressive Preismodell des YU7 muss zeigen, dass es sich mit profitabler Produktion verträgt — sonst bleibt das EV-Wachstum eine teure Wette auf die Zukunft.
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