Der chinesische Elektroauto-Hersteller XPeng verzeichnet einen Start nach Maß für sein neues Flaggschiff-SUV. Doch die Begeisterung über die Bestellzahlen überdeckt ein grundlegendes Problem.
Der GX ging am 20. Mai 2026 in China an den Start. Bereits nach zwölf Stunden lagen 24.863 Festbestellungen vor. Mehr als 80 Prozent entfielen auf die Top-Version „Ultra“ – ein klares Zeichen für die Nachfrage im Luxussegment. Der Einstiegspreis von 279.800 Yuan lag unter den ursprünglichen Schätzungen. Das beflügelte die Kauflaune spürbar.
Die Aktie reagierte prompt: XPeng legte nach Bekanntgabe um mehr als acht Prozent zu. Am Freitag stand der Kurs in New York bei 15,59 Dollar – in Europa notiert das Papier bei 13,40 Euro. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 24,30 Euro beträgt das Minus 44,9 Prozent.
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Technologischer Vorstoß
Die große Stärke des GX ist die Technik an Bord. XPeng verbaut den firmeneigenen Turing-KI-Chip mit einer Rechenleistung von 3.000 TOPS. Das System ist für autonomes Fahren auf Level 4 ausgelegt. Parallel dazu läuft die Produktion des ersten serienreifen Robotaxis an. Ein Pilotbetrieb soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.
Die Forschungsausgaben erreichten 2025 umgerechnet rund 15,6 Milliarden Euro. Der Konzern investiert massiv in die Software-Dominanz – das unterscheidet XPeng von vielen Wettbewerbern.
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Operative Schieflage
Trotz des erfolgreichen Launches belasten die Zahlen der vergangenen Monate. Von Januar bis April 2026 lieferte XPeng 93.700 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 27,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Management-Angaben zufolge soll der GX monatlich rund 5.500 Einheiten erreichen, um einen Platz unter den Top Drei im Segment der großen SUVs zu sichern.
Hinzu kommen Lieferkettenprobleme und ein intensiver Preiskampf im chinesischen E-Auto-Markt. Gleichzeitig expandiert XPeng nach Indonesien und arbeitet mit Volkswagen an gemeinsamen Plattformen.
Der relative Stärke-Index liegt bei 76 Punkten. Das spricht für eine technische Überkauftheit. Kein Wunder: Der jüngste Kurssprung täuscht darüber hinweg, dass die Aktie sich nur gut vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 12,88 Euro bewegt. Die operative Trendwende ist noch nicht geschafft. XPeng muss die GX-Auslieferungen in den kommenden Monaten liefern – sonst bleibt der Megalaunch eine Eintagsfliege.
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