XPeng-Aktien springen am Mittwoch um 5,45 Prozent auf 12,38 Euro. Der Auslöser: konkrete Produktionspläne für den humanoiden Roboter „IRON“ und Details zum globalen Rollout. Der chinesische E-Auto-Hersteller positioniert sich damit neu — weg vom reinen Autobauer, hin zum Anbieter „physischer KI“.
IRON soll im großen Stil produziert werden
XPeng will bis Ende 2026 monatlich mehr als 1.000 Einheiten des IRON-Roboters fertigen. Ab dem ersten Quartal 2027 sollen die Maschinen als Einkaufsassistenten in chinesischen Filialen des Konzerns arbeiten. Ein internationaler Rollout ist für später im selben Jahr geplant.
Der Roboter misst 178 Zentimeter und wiegt 70 Kilogramm. Er läuft mit Festkörperbatterien und nutzt drei Turing-KI-Chips mit einer Rechenleistung von 2.250 TOPS. CEO He Xiaopeng führt die Robotik-Sparte seit dem 10. Juni 2026 persönlich. Für Forschung und Entwicklung im Bereich physischer KI plant das Unternehmen 2026 Ausgaben von umgerechnet rund 1,03 Milliarden US-Dollar.
Fahrassistenz besteht Praxistest in Deutschland
Neben der Robotik-Nachricht meldet XPeng einen zweiten Erfolg. Am 14. Juli hat der Konzern die lokale Abnahmeprüfung seines VLA-2.0-Systems in Deutschland abgeschlossen. Damit nutzt XPeng als erster chinesischer Autobauer ein einheitliches KI-Modell, das sowohl chinesische als auch europäische Straßensysteme beherrscht — ohne umfangreiches zusätzliches Training.
Im deutschen Test erkannte das System europäische Verkehrsschilder, interpretierte lokale Vorschriften und passte sich regionalen Fahrgewohnheiten an. In China läuft die Technologie bereits im Alltag. Dort macht sie mittlerweile über 50 Prozent der gesamten assistierten Fahrstrecke aus.
Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck
Der Kurssprung bringt die Aktie auf ein Plus von 6,54 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Der Erholung zum Trotz notiert das Papier weiterhin 29,05 Prozent im Minus seit Jahresbeginn. Zum 52-Wochen-Hoch von 24,40 Euro aus dem November 2025 klafft eine Lücke von fast 50 Prozent.
Seit dem Jahrestief von 10,18 Euro im Juni hat sich die Aktie um 21,61 Prozent erholt. Sie liegt aber weiterhin unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 12,73 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 16,17 Euro. Der RSI von 55 signalisiert derzeit eine neutrale bis leicht positive Marktstimmung. Die Marktkapitalisierung liegt bei 10,88 Milliarden Euro.
X9 sorgt für Unruhe bei Besitzern
Der positiven Nachrichtenlage steht ein operatives Problem gegenüber. Am 15. Juli meldeten mehrere Besitzer des Flaggschiffmodells X9 in Chongqing Ausfälle der Luftfederung während einer Hitzewelle. Der Kundenservice von XPeng vermutet, dass Thermoschutz-Einstellungen die Kompressoren abschalten, um Überhitzung zu verhindern.
Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns zu den Vorfällen steht noch aus. Der X9, seit Anfang 2024 im Markt, verkaufte sich im ersten Halbjahr 2026 immerhin 13.324-mal. Ob die Berichte über Federungsausfälle das Vertrauen in das Modell belasten, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen — abhängig davon, wie XPeng auf die Häufung der Meldungen reagiert.
XPeng-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten XPeng-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XPeng: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


