XPeng setzt alles auf eine Karte. Mit dem MONA L03 präsentiert der chinesische Elektroautobauer ein neues SUV für die junge Generation. Es ist der Versuch, die schwache Performance an der Börse mit frischen Produkten zu kontern.

Aerodynamik trifft auf Kampfpreis

Das Design des neuen Modells entstand unter der Leitung eines ehemaligen Ferrari-Designers. XPeng erreicht einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,228. Damit zählt der L03 zu den fünf aerodynamischsten Serien-SUVs weltweit. Das Ziel ist klar: Effizienz und Reichweite sollen Kunden überzeugen.

Im Innenraum setzt XPeng auf maximale Flexibilität. 23 Schnittstellen für individuelle Erweiterungen und 40 Staufächer zielen auf junge Nutzer ab. Preislich positioniert sich das SUV aggressiv. Mit einem erwarteten Einstiegspreis von rund 130.000 Yuan greift XPeng direkt den Marktführer Tesla an.

Die Aktie am Tiefpunkt

An der Börse kam die Nachricht bisher nicht an. Die Aktie markierte am Freitag bei 10,18 Euro ein neues Jahrestief. Der Schlusskurs lag mit 10,66 Euro nur knapp darüber. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 39 Prozent an Wert.

Trotz des Kurssturzes gibt es technische Signale für eine Gegenbewegung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 25,0. Dieser Wert deutet auf eine stark überverkaufte Marktsituation hin. Ob die neue Modellreihe die Wende bringt, hängt auch vom Marktumfeld ab.

In China tobt ein beispielloser Preiskampf. Einige Luxusmarken senkten ihre Preise zuletzt um die Hälfte. Am 1. Juli treten zudem neue Regeln für Robotaxis in Shenzhen in Kraft. Diese regulatorischen Änderungen dürften die Stimmung für chinesische E-Auto-Werte in der kommenden Woche maßgeblich beeinflussen.