Die Aktie von XPeng ist am Freitag auf 10,12 Euro gefallen und damit nur noch knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 9,99 Euro notiert, das sie erst am 13. August markiert hatte.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursrückgang von 44 Prozent zu Buche, allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier 16 Prozent. Der RSI von 34,4 signalisiert eine überverkaufte Aktie – Anleger scheinen die operativen Fortschritte des chinesischen Elektroautoherstellers derzeit auszublenden.
Porsche steigt bei Emissionsguthaben ein
Eine der bedeutendsten Nachrichten der vergangenen Tage betrifft ausgerechnet einen deutschen Rivalen: Porsche hat den gemeinsamen CO2-Pool mit dem Volkswagen-Konzern verlassen, um stattdessen mit XPeng einen neuen offenen Pool für die Jahre 2026 und 2027 zu bilden. Das geht aus einer Meldung an die Europäische Kommission hervor. Damit kann Porsche die Emissionen seiner leistungsstarken Sportwagen mit der emissionsfreien Flotte von XPeng verrechnen und so EU-Strafzahlungen von 95 Euro pro überschrittenem Gramm CO2 vermeiden. Für XPeng dürfte die Vereinbarung eine zusätzliche Einnahmequelle in Europa darstellen, wo der Hersteller ohnehin seine Präsenz massiv ausbaut.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet XPeng mit fast 50.000 Auslieferungen in Europa. Um EU-Ausgleichszölle zu umgehen, lässt das Unternehmen die Modelle G6, G9 und P7+ inzwischen bei Magna Steyr im österreichischen Graz montieren.
Parallel dazu treibt XPeng die Expansion in weitere Märkte voran: In Australien sollen zwischen der zweiten Jahreshälfte 2026 und dem ersten Quartal 2027 fünf neue Modelle eingeführt werden, darunter G6, X9, L03, G9L und L05. Auf den Philippinen startet im September der offizielle Markteintritt mit X9 und L03, ohne Umweg über Drittvertriebe.
G9L kommt zum Kampfpreis
In China hat XPeng zudem den G9L vorgestellt, ein fünfsitziges Flaggschiff-SUV, das sowohl als reines Elektrofahrzeug als auch als Super-Range-Extended-Variante angeboten wird. Der Vorbestellpreis startet bei 259.800 Yuan, umgerechnet rund 38.260 US-Dollar.
Auf der Absatzseite zeigte sich im Juli ein gemischtes Bild: XPeng lieferte 38.027 Fahrzeuge aus, vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat, aber 5,2 Prozent weniger als im Juni. Die kumulierten Auslieferungen überschritten damit die Marke von 1,2 Millionen Fahrzeugen.
Blick auf die Quartalszahlen
Am 24. August wird XPeng die unaudierten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen, vor Handelsbeginn in den USA. Das Unternehmen hatte zuvor einen Umsatz zwischen 19,60 und 20,80 Milliarden Yuan in Aussicht gestellt.
Für das Gesamtjahr 2026 wird laut einer aktualisierten Konsensschätzung inzwischen nur noch ein Verlust von 0,931 Yuan je Aktie erwartet, deutlich weniger als zuvor prognostizierte 2,61 Yuan Verlust, bei einem stabilen Umsatz von 94,7 Milliarden Yuan.
Goldman Sachs bekräftigte am 3. August eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 20 US-Dollar. Angesichts des aktuellen Kursniveaus liegt zwischen operativer Wachstumsstory und Marktbewertung eine deutliche Kluft – die Zahlen am 24. August dürften zeigen, welche Seite näher an der Realität liegt.
XPeng-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng-Analyse vom 15. August liefert die Antwort:
Die neusten XPeng-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XPeng: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

