XPeng hat das erste Quartal 2026 mit einem Umsatzrückgang von 17,6 Prozent abgeschlossen. Gleichzeitig verbesserten sich die Margen deutlich — ein Zeichen dafür, dass der chinesische Elektroautobauer die Kostenseite in den Griff bekommt, während die Absatzzahlen unter Druck stehen.
Quartalszahlen: Weniger Umsatz, höhere Profitabilität
Im ersten Quartal 2026 erzielte XPeng einen Umsatz von 13,03 Milliarden Yuan (rund 1,89 Milliarden US-Dollar). Das entspricht einem Rückgang von 17,6 Prozent im Jahresvergleich. Sequenziell fiel der Umsatz sogar um 41,4 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2025.
Der Rückgang geht auf gesunkene Auslieferungszahlen zurück. XPeng lieferte im Quartal 62.682 Fahrzeuge aus — ein Minus von 33,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettoverlust weitete sich auf 1,78 Milliarden Yuan aus, nach 0,66 Milliarden Yuan im ersten Quartal 2025.
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Die Bruttomarge kletterte auf 20,6 Prozent, ein Plus von 5,0 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die Fahrzeugmarge stieg auf 12,1 Prozent, nach 10,5 Prozent im ersten Quartal 2025. Die Verbesserung zeigt, dass XPeng pro verkauftem Fahrzeug mehr verdient — trotz des schwierigen Marktumfelds.
Liquidität und jüngste Absatzdaten
Ende März 2026 verfügte XPeng über liquide Mittel in Höhe von 42,09 Milliarden Yuan (etwa 6,10 Milliarden US-Dollar). Diese Reserven verschaffen dem Unternehmen Spielraum für die geplanten Modelloffensiven.
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Im April 2026 lieferte XPeng 31.011 Fahrzeuge aus. Das Modell MONA M03 hat sich im Limousinen-Segment gegen etablierte Wettbewerber durchgesetzt. Im Mai folgte die Markteinführung des GX SUV, der in einem hart umkämpften Segment antreten soll.
Ausblick: Deutliche Erholung erwartet
Für das zweite Quartal 2026 rechnet das Management mit Auslieferungen zwischen 100.000 und 106.000 Fahrzeugen. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Quartal. Der Umsatz soll zwischen 19,60 und 20,80 Milliarden Yuan liegen — ein Wachstum von 7,25 bis 13,82 Prozent im Jahresvergleich.
Der CEO kündigte vier neue Modelle für das Gesamtjahr 2026 an. Die Aktie notiert aktuell bei 14,86 Euro, ein Plus von 4,80 Prozent am heutigen Donnerstag. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 14,84 Prozent zu Buche. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Modelloffensive die Auslieferungszahlen nachhaltig ankurbeln kann.
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