Ripple feiert einen strategischen Erfolg in Asien. Der neue Stablecoin RLUSD startet offiziell in Japan. Die Kryptowährung XRP reagiert darauf jedoch mit extremer Schwäche. Der Kurs stürzt ab.

Grünes Licht in Japan

Die japanische Finanzaufsicht JFSA hat den an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin zugelassen. RLUSD gilt nun als elektronisches Zahlungsmittel der Kategorie vier. Damit können private und institutionelle Nutzer den Token über die Plattform von SBI VC Trade handeln.

Die Transaktionen laufen vorerst über das Ethereum-Netzwerk. Ein Limit begrenzt einzelne Orders auf rund 6.200 US-Dollar. US-Staatsanleihen und Dollar-Einlagen decken den Coin vollständig ab. Monatliche Prüfungen sollen die Stabilität garantieren.

Globale Integration schreitet voran

Parallel dazu baut Ripple die globale Infrastruktur aus. RLUSD ist mittlerweile in das Abwicklungssystem von Mastercard integriert. Das erleichtert Zahlungen für Großkunden erheblich.

Der Token kommuniziert über den Wormhole-Standard mit 40 verschiedenen Blockchains. Die Marktkapitalisierung des Stablecoins liegt inzwischen bei 1,7 Milliarden US-Dollar.

XRP im freien Fall

Diese Fortschritte stützen den XRP-Kurs nicht. Im Gegenteil. Der Token notiert aktuell bei lediglich 1,07 US-Dollar. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf drastische 42 Prozent.

Gestern rutschte XRP auf ein neues Jahrestief von 1,05 US-Dollar. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie beträgt mittlerweile fast 30 Prozent.

Technische Indikatoren wie der RSI signalisieren mit einem Wert von rund 33 eine stark überverkaufte Lage. Der Verkaufsdruck resultiert primär aus dem schwachen Gesamtmarkt. Fällt Bitcoin unter wichtige Marken, liquidieren Börsen massenhaft XRP-Positionen.

Charttechniker blicken nun auf die psychologisch wichtige Marke von 1,00 US-Dollar. Bricht diese strukturelle Unterstützung, drohen weitere Abverkäufe. Auf der Oberseite blockiert ein massiver Widerstand bei 1,19 US-Dollar eine schnelle Erholung.