XRP: Fundamentals stark, Preis schwach

Trotz bedeutender institutioneller Partnerschaften und wachsendem Ökosystem bleibt der XRP-Kurs schwach. Geopolitische Spannungen überlagern die positiven Fundamentaldaten und machen die Kryptowährung zum Risikoasset.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • Deutsche Bank und Aviva nutzen XRP Ledger
  • Starker Anstieg bei RWA-Transfers um über 1.280%
  • ETF-Abflüsse trotz positiver Unternehmensentwicklung
  • Große Investoren kaufen trotz Kursverlusten nach

XRP steckt in einem Widerspruch fest: Während Ripple im Februar 2026 einige der bedeutendsten institutionellen Partnerschaften seiner Geschichte verkündete, fiel der Kurs bei jeder Ankündigung. Der Grund dafür liegt weniger im Projekt selbst als im geopolitischen Umfeld.

Starke Partner, schwacher Kurs

Der Februar war für Ripple in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmemond. Die Deutsche Bank integrierte Ripples Zahlungsinfrastruktur für grenzüberschreitende Transfers. Aviva Investors, der britische Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 246 Milliarden Pfund, begann damit, Fondsstrukturen auf dem XRP Ledger zu tokenisieren. Société Générale brachte seinen Euro-Stablecoin auf derselben Plattform an den Start.

Parallel dazu wächst Ripples eigener Stablecoin RLUSD: Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei 1,6 Milliarden US-Dollar. Das Ökosystem rund um den XRP Ledger expandiert ebenfalls – ein Entwicklerförderprogramm hat bereits 550 Millionen US-Dollar ausgeschüttet, und RWA-Transfers auf dem Ledger sind im letzten Monat um über 1.280 Prozent auf rund 140 Millionen US-Dollar gestiegen.

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Der Kurs spiegelt das alles nicht wider. XRP hat seit Jahresbeginn rund 25 Prozent verloren und pendelt seit Wochen zwischen 1,30 und 1,50 US-Dollar.

Geopolitik übersteuert alles

Das Muster zeigt sich besonders deutlich an einem Datum: Am 4. März schnellte XRP innerhalb weniger Stunden auf 1,46 US-Dollar, als Berichte über mögliche Friedenssignale im US-Iran-Konflikt die Runde machten – das Handelsvolumen stieg dabei um fast 40 Prozent. Wenige Tage später erklärte Irans Außenminister, sein Land habe keinen Waffenstillstand beantragt, und Trumps Forderung nach bedingungsloser Kapitulation Irans ließ die kurzfristige Hoffnung schnell verpuffen.

Solange der Konflikt schwelt, bleibt XRP ein reines Risikoasset, das auf makroökonomische Stimmungen reagiert – nicht auf Partnerschaften oder Ledger-Kennzahlen. Das zeigt sich auch in den ETF-Flows: In der Woche bis zum 7. März verzeichnete XRP als einziger großer Kryptowert Nettoabflüsse aus Investment-Produkten, in Höhe von 30,3 Millionen US-Dollar – während Bitcoin im gleichen Zeitraum 521 Millionen US-Dollar anzog.

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Wale kaufen, Kleinanleger sitzen auf Verlusten

On-Chain-Daten zeichnen ein gespaltenes Bild. Rund 60 Prozent des umlaufenden Angebots befinden sich derzeit in der Verlustzone – unrealisierte Verluste von insgesamt etwa 50,8 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig haben große Wallets mit einem Bestand zwischen einer und 100 Millionen XRP im März rund 210 Millionen Token hinzugekauft, was einem Gegenwert von etwa 283 Millionen US-Dollar entspricht.

Auf regulatorischer Seite ist ein langjähriger Belastungsfaktor weggefallen: Ripple und die SEC haben ihre Berufungsverfahren im August 2025 fallen gelassen. Der rechtliche Unsicherheitsfaktor, der XRP jahrelang begleitet hatte, ist damit Geschichte. Der umfassendere Clarity Act für den Krypto-Sektor steckt jedoch weiterhin im US-Kongress fest.

Ausblick

Solange der US-Iran-Konflikt keine erkennbare Lösung findet, dürfte XRP in seiner aktuellen Handelsspanne bleiben. Sobald sich das geopolitische Bild aufhellt, könnten Katalysatoren wie eine mögliche BlackRock-ETF-Einreichung, das weitere Wachstum von RLUSD und die vertiefte institutionelle Einbindung wieder stärker in den Fokus rücken – die Grundlagen dafür hat Ripple in den vergangenen Monaten gelegt.

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