Ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat Risikoanlagen weltweit angetrieben — XRP gehörte zu den deutlichen Gewinnern. Der Token sprang in kurzer Zeit um rund 13 Prozent und testete die Marke von 1,28 Dollar, nachdem er zuvor bei 1,03 Dollar seinen Boden gefunden hatte.
Mehrere Treiber zusammen
Hinter der Bewegung steckt mehr als geopolitische Erleichterung. Asiatische Börsen — allen voran Upbit — lieferten starke Nachfrage, während Spot-ETFs die Zuflüsse weiter ausbauten. Seit November 2025 haben diese Fonds insgesamt rund 1,4 Milliarden Dollar angezogen, fünf Wochen in Folge mehr als vergleichbare Bitcoin- und Ethereum-Produkte. Goldman Sachs gilt dabei inzwischen als einer der größten bekannten institutionellen Halter.
Parallel dazu lieferte das XRPL-Netzwerk am 15. Juni Version 3.2.0 — ein technisches Update, das den Serverressourcenverbrauch um bis zu 40 Prozent senkt. Whale-Wallets, die nach Schätzungen rund drei Viertel des Angebots halten, nutzten den vorherigen Rücksetzer zum Nachkaufen und fügten binnen sechs Monaten über 1,5 Milliarden Token hinzu.
Wo die Decke liegt
Trotz dem starken Wochenverlauf bleibt XRP mehr als 60 Prozent unter seinem Hoch aus dem Jahr 2025. Der Kurs notiert aktuell unter seinen wichtigsten gleitenden Durchschnitten, und der erste ernsthafte Widerstand liegt bei 1,30 Dollar. Gelingt der Ausbruch darüber, visieren Charttechniker die Bereiche um 1,65 und schließlich 2,00 Dollar an — letzteres entspräche von aktuellen Niveaus einem Plus von rund 60 Prozent. Scheitert XRP dagegen an der 1,30-Dollar-Marke, droht ein Rücklauf bis in den Bereich von 1,03 Dollar.
Politischen Rückenwind liefert auch der US-amerikanische CLARITY Act, der den Senat zur Abstimmung erreicht hat und klarere regulatorische Rahmenbedingungen für Krypto-Assets schaffen soll. Für XRP wäre das ein strukturell positives Signal — gerade weil institutionelle Käufer auf genau solche Rechtssicherheit warten, bevor sie Positionen weiter ausbauen.
Die nächste wichtige Bewährungsprobe liegt an der 1,30-Dollar-Marke. Wie der Markt diese Zone verarbeitet, dürfte die Richtung für den Rest des Sommers vorgeben.
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