Große Vermögensverwalter zeigen ein wachsendes Interesse an der Kryptowährung, allerdings erzählen die tatsächlichen Kapitalzuflüsse eine andere Geschichte. Während aktuelle Umfragen auf eine baldige Portfolio-Aufnahme hindeuten, trocknen die ETF-Volumina zunehmend aus. Der Grund für diese Zurückhaltung liegt weniger am fehlenden Vertrauen in das Ökosystem, sondern an der zähen politischen Entscheidungsfindung in den USA.
Diskrepanz bei den Zuflüssen
Eine aktuelle Erhebung von Coinbase und EY-Parthenon unter institutionellen Investoren zeichnet ein optimistisches Bild. Etwa ein Viertel der befragten Großanleger plant, im laufenden Jahr XRP in ihre Portfolios aufzunehmen. Die Realität an den Märkten sieht derzeit anders aus. Zogen die neuen XRP-ETFs Ende 2025 noch wöchentlich 200 Millionen US-Dollar an, schrumpfte dieser Wert bis Anfang März auf magere 636.000 US-Dollar zusammen. Das kombinierte verwaltete Vermögen der Fonds fiel von 1,65 Milliarden auf rund eine Milliarde US-Dollar – ein Rückgang, der primär auf die schwache Kursentwicklung im laufenden Jahr und weniger auf aktive Kapitalabzüge zurückzuführen ist.
Der politische Flaschenhals
Die Ursache für diese Lücke zwischen Absicht und Investition benennen die Marktteilnehmer selbst. Für 65 Prozent der befragten Institutionen ist die regulatorische Unklarheit das größte Hindernis. Zwar stuften die SEC und CFTC Mitte März XRP gemeinsam als digitale Ware ein, ein verbindlicher gesetzlicher Rahmen fehlt jedoch weiterhin. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem sogenannten CLARITY Act. Nachdem das Gesetz im Senat zunächst feststeckte, erzielten Politiker am 20. März eine grundsätzliche Einigung über strittige Passagen zu Stablecoin-Renditen.
Analysten passen Erwartungen an
Die politische Hängepartie hinterlässt Spuren bei den Prognosen und im Chart. Bei einem aktuellen Kurs von 1,36 US-Dollar verzeichnet der Token seit Jahresbeginn ein Minus von gut 27 Prozent. Ohne die zeitnahe Verabschiedung des CLARITY Acts revidierte beispielsweise die Bank Standard Chartered ihr ursprüngliches Kursziel von 8 US-Dollar drastisch auf 2,80 US-Dollar. Der breite Analystenkonsens pendelt sich momentan zwischen 1,50 und 2,50 US-Dollar ein. Unabhängig von der Preisentwicklung baut Ripple im Hintergrund seine institutionelle Infrastruktur mit neuen Verwahrungs- und Treasury-Tools weiter aus.
Der nächste konkrete Meilenstein für eine mögliche Trendwende steht bereits im Kalender. Der Bankenausschuss des US-Senats strebt für die zweite Aprilhälfte eine Beratung zum CLARITY Act an. Ein positiver Beschluss dort wäre die Voraussetzung, um die deklarierten Absichten der Großinvestoren in tatsächliche ETF-Zuflüsse umzuwandeln.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

