XRP verzeichnet heute im Sog eines breiteren Krypto-Ausverkaufs eine Tagesveränderung von -4,9%. Das Umfeld belastet: Technologie- und Halbleiteraktien geraten unter Druck, während Anleger auch digitale Vermögenswerte verkaufen. Bei den US-Spot-ETFs auf XRP blieben neue Nettozuflüsse zuletzt aus. Damit trifft die schwächere Risikobereitschaft auf eine Pause bei der Nachfrage über diese Fonds.

Sorgen um KI-Ausgaben belasten das Umfeld

Reuters zufolge drückten Sorgen über die Ausgaben für künstliche Intelligenz auf Technologieaktien. Hinzu kam eine verstärkte Prüfung des Ausbaus von Rechenzentren. Die Berichterstattung zum Kryptomarkt brachte die Verluste digitaler Vermögenswerte mit diesem Rückzug aus riskanteren Anlagen und der Liquidation gehebelter Positionen in Verbindung.

Der heutige Rückgang von XRP ist damit in einen marktweiten Verkaufsdruck eingebettet. Die genannten Belastungsfaktoren betreffen das Anlageumfeld und sind keine neue Geschäftsmeldung von Ripple. Auch die Liquidationen gehören zum beschriebenen Geschehen am Kryptomarkt insgesamt; eine gesonderte Größenordnung für XRP ist damit nicht verbunden.

ETF-Nachfrage legt eine Pause ein

Medienberichten zufolge verzeichneten US-Spot-ETFs auf XRP am Dienstag keine Nettozuflüsse. Vorläufige Angaben zeigten auch für gestern weder Nettomittelzuflüsse noch Nettomittelabflüsse. Am Montag hatten die Fonds noch Nettoabflüsse von ungefähr 529.510 US-Dollar registriert.

Die Unterscheidung ist wichtig: Ausbleibende Nettozuflüsse sind nicht dasselbe wie fortgesetzte Nettoabflüsse. Für die Einordnung des Kursrückgangs liefern die jüngsten Fondsdaten daher vor allem einen Hinweis auf pausierende zusätzliche Nachfrage. Einen anhaltenden Abzug von Kapital aus den Produkten belegen sie nicht.

Der Oktober hatte dagegen Nettozuflüsse von 18,83 Millionen US-Dollar gebracht und war der siebte positive Monat in Folge. Bis zum 30. Oktober summierten sich die kumulierten Nettozuflüsse auf 1,81 Milliarden US-Dollar.

Sicherheitskorrektur betrifft nicht XRP selbst

Davon getrennt steht die technische Entwicklung beim XRP Ledger. Gestern wurde die Änderung fixCleanup3_4_0 aktiviert. Sie schloss einen Fehler bei delegierten Berechtigungen: Bestimmte Konten mit der Befugnis zur Vernichtung ausgegebener Token konnten unter besonderen Bedingungen auch Token erzeugen.

XRP selbst war von dieser Schwachstelle nicht betroffen. Über eine öffentliche Ausnutzung wurde nicht berichtet. Die Sicherheitskorrektur ist deshalb von der heutigen Kursbewegung zu trennen. Für deren Einordnung stehen der marktweite Rückzug aus Risikoanlagen und die zuletzt ausgebliebenen ETF-Nettozuflüsse im Vordergrund.