Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF beweist in einer turbulenten Woche für Software-Aktien Stabilität. Trotz der Unruhe bei Schwergewichten wie Adobe legte der Fonds am Freitag um ein Prozent zu. Damit schließt er die Handelswoche mit einem Plus von 3,53 Prozent ab.
Im Fokus stand zuletzt Adobe. Der Software-Riese legte zwar starke Quartalszahlen vor, verlor aber zeitgleich seinen Finanzchef Dan Durn. Anleger reagierten nervös auf den plötzlichen Abgang zum 15. Juni.
Die Aktie sackte am Freitag um 6,6 Prozent ab. Für den ETF blieb dieser Rückschlag jedoch verkraftbar. Die breite Streuung innerhalb des Index verhinderte einen tieferen Fall.
Hardware schlägt Software
Statt auf reine Software-Anbieter setzt der Fonds verstärkt auf die Infrastruktur hinter der Künstlichen Intelligenz. Halbleiter-Größen wie Samsung Electronics mit einer Gewichtung von 7,28 Prozent stützten das Portfolio. Hinzu kommen Micron Technology und SK Hynix.
Diese Hardware-Spezialisten fingen die Schwäche im Software-Sektor auf. Parallel dazu beruhigte sich die Lage nach dem Schock durch die Broadcom-Prognose vom Monatsanfang. US-Inflationsdaten sorgten zur Wochenmitte zusätzlich für ein stabileres Marktumfeld.
Bullenmarkt bleibt intakt
Trotz der jüngsten Volatilität bleibt der mittelfristige Trend positiv. Seit Jahresbeginn verzeichnet der ETF ein Kursplus von 33,17 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Wert sogar um über 55 Prozent.
Der Kurs notiert aktuell bei 206,50 Euro. Damit liegt er deutlich über seinem Durchschnitt der letzten 200 Tage von 160,44 Euro. Ein Relative-Stärke-Index von 57,6 signalisiert eine gesunde Verfassung ohne Überhitzung.
Die kommenden Tage rücken die Hardware-Produzenten noch stärker in das Blickfeld. Die Quartalszahlen von Micron Technology Ende Juni markieren den nächsten Fixpunkt. Sie werden verdeutlichen, wie belastbar das Fundament der Hardware-Rally tatsächlich ist.
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