Der japanische Logistikkonzern Yamato Holdings hat die Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt – und die zeigen ein widersprüchliches Bild. Während die Erlöse kräftig zulegen konnten, sackte der Gewinn ab. Was steckt dahinter?
Der Nettogewinn, der den Anteilseignern zusteht, fiel auf 25,19 Milliarden Yen. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 28,88 Milliarden Yen gelegen – ein deutlicher Rückgang. Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend von 84,40 Yen auf 79,36 Yen.
Operatives Geschäft läuft deutlich besser
Interessant wird es beim Blick auf die operative Ebene. Hier drehte Yamato mächtig auf: Der operative Gewinn schoss von 26,26 Milliarden Yen im Vorjahr auf beachtliche 38,59 Milliarden Yen nach oben. Die Betriebserlöse kletterten um 7,0 Prozent von 1,344 Billionen Yen auf 1,438 Billionen Yen.
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Die Diskrepanz zwischen sinkendem Nettogewinn und steigendem operativen Ergebnis deutet auf Belastungen außerhalb des Kerngeschäfts hin – möglicherweise durch Finanzierungskosten, Sondereffekte oder Steuerlasten.
Ausblick: Durchwachsene Prognose für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management ambitioniert beim Umsatz: Die Betriebserlöse sollen um 5,5 Prozent auf 1,86 Billionen Yen steigen. Beim operativen Gewinn wird sogar fast eine Verdopplung angepeilt – von 14,2 Milliarden Yen auf 28 Milliarden Yen.
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Doch aufgepasst: Beim Nettogewinn wird es deutlich ungemütlicher. Hier rechnet Yamato mit lediglich 15 Milliarden Yen – das wäre ein Einbruch um 60,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das erwartete Ergebnis je Aktie liegt bei mageren 47,29 Yen.
Börse reagiert trotzdem positiv
Trotz der durchwachsenen Zahlen und des ernüchternden Gewinnausblicks zeigte sich die Börse zunächst unbeeindruckt. An der Tokioter Börse legte die Yamato-Aktie um 1,41 Prozent auf 2.049 Yen zu.
Anleger scheinen vor allem auf das operative Wachstum und die steigenden Umsätze zu setzen. Ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist, wird sich zeigen müssen – insbesondere angesichts der drastischen Gewinnwarnung für das kommende Jahr.
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