Yancoal Australia Aktie: Rekordproduktion hilft nicht

Trotz operativer Bestleistung mit Rekordfördermengen stürzt der Gewinn des australischen Kohleproduzenten infolge massiver Preisverluste um 64 Prozent ein.

Yancoal Australia Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn nach Steuern bricht um 64 Prozent ein
  • Verkaufsfähige Kohleproduktion erreicht Unternehmensrekord
  • Durchschnittlicher Kohlepreis fällt um 17 Prozent
  • Robuste Bilanz ohne Schulden und mit starker Dividende

Die Aktie von Yancoal Australia ist am Mittwoch um 9,1 Prozent auf 5,60 Australische Dollar abgestürzt. Der Grund: Trotz operativer Bestleistung brachen die Kohlepreise ein und rissen den Gewinn mit sich. Das Geschäftsjahr 2025 brachte zwar Rekordfördermengen, doch der Markt zeigte dem zweitgrößten Kohleproduzenten Australiens die kalte Schulter.

Der Gewinn nach Steuern stürzte um 64 Prozent auf 440 Millionen Australische Dollar ab – oder 0,33 Dollar je Aktie. Zum Vergleich: 2024 waren es noch 1,22 Milliarden Dollar gewesen. Die Umsätze schrumpften um 13 Prozent auf 5,95 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür war ein massiver Preisverfall: Der durchschnittlich realisierte Kohlepreis sank um 17 Prozent auf 146 Dollar je Tonne. Thermalkohle verbilligte sich um 15 Prozent auf 136 Dollar, Kokskohle sogar um 26 Prozent auf 203 Dollar.

Weltrekorde bei Produktivität

Operativ lief es dagegen rund. Die ROM-Kohleproduktion kletterte um 7 Prozent auf 67 Millionen Tonnen – der beste Wert seit fünf Jahren. Die verkaufsfähige Kohleproduktion erreichte mit 38,6 Millionen Tonnen einen neuen Unternehmensrekord. Alle Minen trugen dazu bei, besonders Moolarben, Yarrabee und Ashton glänzten.

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Die Kostenkontrolle blieb eisern: Die Cash-Betriebskosten sanken um 1 Prozent auf 92 Dollar je Tonne – unterhalb der Guidance-Mitte trotz Inflationsdruck. Produktionssteigerungen und optimierte Minenplanung glichen die Kostensteigerungen aus. Zwei Liebherr-Bagger vom Typ R9800 stellten sogar Weltrekorde beim Materialbewegung auf. Bei Moolarben wurden 17,62 Millionen Kubikmeter bewegt, bei MTW schaffte ein Bagger im Monat 1,75 Millionen Kubikmeter.

Markt bleibt schwach

Der Thermalkohle-Markt litt 2025 unter Überangebot und schwacher Nachfrage. Zwar reduzierten Indonesien (minus 10 Prozent) und Kolumbien (minus 18 Prozent) ihre Exporte, doch China importierte 18 Prozent weniger und Taiwan 12 Prozent weniger. Kurzfristige Preisausschläge durch geopolitische Spannungen und Hafenstörungen in Newcastle änderten nichts am Grundtrend.

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Die Bilanz bleibt robust: 2,1 Milliarden Dollar Cash, null Schulden. Die Schlussdividende beträgt 0,122 Dollar je Aktie – vollständig steuerfrei für Australier. Zusammen mit der Zwischendividende ergibt das eine Ausschüttungsquote von 55 Prozent des Nettogewinns. Das Franking-Credit-Guthaben überstieg Ende 2025 zwei Milliarden Dollar.

Für 2026 rechnet Yancoal mit 36,5 bis 40,5 Millionen Tonnen verkaufsfähiger Kohle. Die Betriebskosten sollen zwischen 92 und 98 Dollar je Tonne liegen, die Investitionen zwischen 750 und 850 Millionen Dollar. CEO Sharif Burra betonte die operative Stärke trotz Marktgegenwind. Mit einem KGV von 7,79 und einem Jahresverlust von 24 Prozent spiegelt die Bewertung vor allem Zweifel an einer Erholung der Kohlepreise wider – nicht an der operativen Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

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