YIT macht heute mit gleich vier wichtigen Meldungen auf sich aufmerksam. Das finnische Bauunternehmen präsentierte seine Jahreszahlen für 2025, kündigte einen umfassenden Konzernumbau an und erhöhte gleichzeitig die Wachstumsziele für zwei Geschäftsbereiche. Die Aktie steht vor einer Neubewertung.
Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte 2025 um mehr als 70 Prozent auf 54 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank deutlich um 120 Millionen Euro auf 560 Millionen Euro. Im vierten Quartal lag der bereinigte Betriebsgewinn bei 25 Millionen Euro nach nur 13 Millionen Euro im Vorjahresquartal – die operative Marge verbesserte sich auf 4,5 Prozent.
Baltikum rettet die Bilanz
Während das Geschäft in Finnland schwächelt, läuft es in den baltischen Staaten und Mittelosteuropa prächtig. YIT verkaufte dort 2025 insgesamt 2.169 Wohnungen – ein Plus von 32 Prozent. In Finnland hingegen brachen die Verkäufe auf nur 490 Einheiten ein. Der finnische Wohnungsmarkt stagnierte das gesamte Jahr über, die Verbraucherunsicherheit bremste die Nachfrage massiv.
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Das Segment Residential CEE steuerte einen bereinigten Betriebsgewinn von 30 Millionen Euro bei. Der Infrastrukturbereich legte beim Umsatz um über 30 Prozent zu und steigerte den bereinigten Betriebsgewinn auf 22 Millionen Euro. CEO Heikki Vuorenmaa betont: Die baltischen und mittelosteuropäischen Märkte sind mittlerweile zum Hauptmarkt für die Wohnungsentwicklung geworden.
Bis zu 115 Stellen fallen weg
Jetzt reagiert das Management mit harten Schnitten. YIT startet Verhandlungen über den Abbau von bis zu 115 Stellen in Finnland. Betroffen sind die Segmente Residential Finland und Building Construction sowie Konzernfunktionen. Das Unternehmen plant eine Umstellung von der bisherigen regionalen auf eine funktionale Organisationsstruktur. Die erwarteten jährlichen Kosteneinsparungen: rund 15 Millionen Euro bis Ende 2027.
Gleichzeitig verdoppelt YIT die Wachstumsziele für Infrastructure und Building Construction. Der Infrastrukturbereich soll künftig jährlich mindestens zehn Prozent wachsen, Building Construction mindestens vier Prozent. Bisherige Ziele lagen bei fünf respektive zwei Prozent. Grund ist der boomende Markt für Rechenzentren und Industriebau in Finnland – YIT positioniert sich als führender Rechenzentrum-Baupartner.
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Keine Dividende trotz Fortschritt
Für 2025 schlägt der Vorstand keine Dividendenzahlung vor. Die operativen Verbesserungen reichen offenbar noch nicht aus, um die Aktionäre direkt zu beteiligen. Der Konzern will sich auf die Umsetzung seiner Strategie konzentrieren und nicht-strategische Vermögenswerte veräußern. Der Buchwert dieser Assets lag Ende 2025 bei rund 340 Millionen Euro.
Für 2026 erwartet YIT einen bereinigten Betriebsgewinn zwischen 70 und 100 Millionen Euro – das wäre eine weitere deutliche Steigerung. Allerdings dämpft das Management die Erwartungen für den finnischen Wohnungsmarkt: Eine Belebung der Verkaufszahlen wird 2026 nicht erwartet. Die geopolitischen Risiken könnten zudem negativ auf Nachfrage und Bewertungen wirken.
Das Unternehmen setzt erkennbar auf eine Neuausrichtung: Wachstum in Osteuropa und im Infrastrukturgeschäft soll die Schwäche im finnischen Wohnungsbau kompensieren. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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