Zijin Mining verlor gestern im Umfeld sinkender Goldpreise 3,1%. Reuters zufolge drückten stärker als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten auf den Goldpreis, weil sie den Dollar und die Renditen amerikanischer Staatsanleihen steigen ließen.
Medienberichten zufolge belastete die Schwäche des Goldsektors auch Zijin. Hinzu kam gestern ein schwächeres Kupferumfeld: Kupferaktien gerieten zusammen mit fallenden Kupfer-Futures unter Druck. Zijin gehörte dabei ebenso wie West Mining und CMOC zu den betroffenen Bergbauunternehmen.
Citi senkt Ziele und Gewinnschätzungen
Bereits am 28. Oktober senkte Citi das Kursziel für Zijins H-Aktien von HKD60,5 auf HKD52,1. Die Kaufempfehlung behielt das Analysehaus bei.
Für die A-Aktien reduzierte Citi den Zielwert von RMB52,6 auf RMB45,3. Zugleich kürzte das Haus seine Gewinnschätzungen für 2026–28. Als Gründe nannte Citi höhere Stückkosten bei der Gold- und Kupferförderung sowie eine geringere Minengoldproduktion.
Für die von Zijin kontrollierte Mine COMMUS kam eine Umweltklage hinzu. Reuters berichtete am Donnerstag, dass Anwohner wegen mutmaßlicher Verschmutzung klagten. Sie verlangten etwa US$1,3 Millionen Entschädigung sowie US$5 Millionen für die Wiederherstellung der Umwelt. COMMUS erklärte, die Vorwürfe anfechten zu wollen.
Mitarbeiterprogramm erhält Verwaltungsstruktur
Unterdessen schritt Zijins Mitarbeiterbeteiligungsprogramm voran. Nach Unternehmensangaben genehmigte die erste Versammlung der Anteilsinhaber am Mittwoch die Einrichtung eines Verwaltungsausschusses. Sie wählte dessen Mitglieder und ermächtigte sie, den Plan zu verwalten.
Zijin hatte am 29. Oktober bereits die Übertragung von 72.936.800 zurückgekauften A-Aktien auf das Konto des Mitarbeiterprogramms abgeschlossen. Die übertragenen Papiere entsprachen 0,27% des gesamten Aktienkapitals. Die Übertragung erfolgte außerhalb des Börsenhandels.
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