Zijin Mining forciert seine globale Expansion mit Hochdruck. In Australien steuern nun Computer die Schwerlaster, während in Afrika der Einstieg in den Lithiummarkt bevorsteht. Die US-Geldpolitik belastet allerdings kurzfristig die Bewertung des Bergbaugiganten.

Die Aktie verlor am Donnerstag 3,28 Prozent und notierte bei 3,54 Euro. Das Papier liegt damit deutlich unter seinem Jahreshoch von 5,05 Euro. Der Grund für den Rücksetzer liegt vor allem in Washington.

Die US-Notenbank hält die Zinsen in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent stabil. Da Zinssenkungen wohl erst spät im Jahr 2026 folgen, leiden die Kurse im gesamten Rohstoffsektor. Anleger reagieren empfindlich auf die Aussicht auf längerfristig hohe Finanzierungskosten.

Abseits der Börsenkurse meldet das Unternehmen operative Fortschritte. In der australischen Havana-Mine fahren seit dieser Woche sechs autonome Schwerlaster im regulären Betrieb. Partner EACON lieferte die Technologie für die Umrüstung der Komatsu-Flotte.

Es ist der erste Einsatz dieser Art in der Region Kalgoorlie. Das Management will die autonomen Fahrten bald auf die Nachtschichten ausweiten. Das Ziel: höhere Sicherheit und effizientere Abläufe in der Goldförderung.

Der Konzern baut parallel dazu seine Sparte für Batterierohstoffe aus. Das Lithiumprojekt Manono im Kongo soll bis Ende Juni 2026 die Produktion aufnehmen. Damit will Zijin Mining zu einem der weltweit führenden Anbieter aufsteigen.

Bis zum Jahr 2028 strebt das Unternehmen eine Kapazität von bis zu 320.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent an. Eine eigene Schmelzhütte im Kongo soll die Lieferkette noch im Jahr 2026 vervollständigen. Das sichert den Zugriff auf den gesamten Wertschöpfungsprozess.

Trotz des schwierigen Marktumfelds bleiben die Wachstumsziele für 2026 ambitioniert. Der Konzern plant eine Goldproduktion von 105 Tonnen. Das entspräche einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Beim Kupfer peilt der Vorstand eine Menge von 1,2 Millionen Tonnen an. Damit will das Unternehmen bis 2028 zu den drei größten Produzenten weltweit zählen. Die Strategie sieht vor, die ursprünglichen Entwicklungsziele für 2030 bereits zwei Jahre früher zu erreichen.

Zijin Mining setzt auf massives Volumenwachstum bei Kupfer und Gold. Die nächsten Produktionsdaten aus dem Kongo im Sommer 2026 werden zeigen, wie schnell der Konzern sein Lithium-Versprechen einlösen kann.