Zoetis kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust an der Börse. Trotz der Marktführerschaft im Bereich Tiergesundheit markiert der Aktienkurs einen dramatischen Rückgang. Die kommenden Monate entscheiden nun, ob der Konzern die hohen Erwartungen wieder erfüllen kann.
Kurssturz trotz Marktführerschaft
Am Freitag schloss das Papier bei 69,00 Euro. Das entspricht einem Minus von fast 36 Prozent seit Jahresbeginn. Innerhalb eines Jahres hat sich der Börsenwert sogar mehr als halbiert.
Die Enttäuschung sitzt tief, nachdem Zoetis im ersten Quartal die Erwartungen verfehlte. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,53 US-Dollar unter den prognostizierten 1,60 US-Dollar. Der Umsatz stieg zwar leicht auf 2,26 Milliarden US-Dollar, blieb aber hinter den Schätzungen zurück.
Hoffnung auf den August
Im August folgen die Zahlen zum dritten Quartal. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 1,85 US-Dollar. Das wäre ein Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Parallel dazu treibt das Management die Expansion voran. Im März übernahm Zoetis das Genomik-Geschäft von Neogen. Damit will das Unternehmen seine Position bei Innovationen für Nutztiere stärken.
Große Adressen wie Van Eck Associates nutzten die niedrigen Kurse zuletzt zum Einstieg. Die Investmentgesellschaft baute ihre Position deutlich auf 2,39 Millionen Aktien aus. Aktionäre erhalten außerdem am 1. September eine Quartalsdividende von 0,53 US-Dollar.
Die Jahresprognose bleibt bestehen. Zoetis peilt einen bereinigten Gewinn zwischen 6,85 und 7,00 US-Dollar je Aktie an. Am 4. August wird der nächste Quartalsbericht zeigen, wie realistisch diese Ziele sind.
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