Der Schweizer Versicherungsriese steht kurz vor einem Mega-Deal. Heute meldete Zurich Insurance eine grundsätzliche Einigung mit dem britischen Spezialversicherer Beazley über eine Übernahme im Volumen von rund 8,0 Milliarden Pfund – umgerechnet etwa 9,3 Milliarden Euro. Nach monatelangem Werben und mehreren abgelehnten Angeboten scheint der Durchbruch nun gelungen.
Die entscheidende Verbesserung: Zurich bietet jetzt 1.310 Pence je Beazley-Aktie in bar, plus einen Dividendenzuschlag von bis zu 25 Pence. Damit steigt das Gesamtangebot auf bis zu 1.335 Pence pro Aktie. Eine deutliche Aufstockung gegenüber dem vorherigen Gebot von 1.280 Pence, das Mitte Januar noch als zu niedrig zurückgewiesen worden war.
Der Verwaltungsrat von Beazley, der sich zuvor kritisch zu den Kaufabsichten geäußert hatte, zeigt sich nun bereit, das neue Angebot den Aktionären zur Annahme zu empfehlen. Ein klares Signal: Die Konditionen passen jetzt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zurich Insurance?
Premium-Aufschlag von 60 Prozent
Die Zahlen sprechen für sich. Das Barangebot liegt 59,8 Prozent über dem Schlusskurs von Beazley vom 16. Januar – dem Tag vor Beginn der offiziellen Angebotsfrist. Damals notierte die Aktie noch bei 820 Pence. Selbst zum bisherigen Allzeithoch von 973 Pence bietet Zurich noch einen Aufschlag von 34,6 Prozent.
Bis zum 16. Februar hat der Schweizer Versicherer nun Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen. Zuvor will das Unternehmen noch eine bestätigende Due Diligence durchführen. Die Frist ergibt sich aus den Regelungen des britischen Übernahmerechts.
Globaler Spezialversicherer entsteht
Was bezweckt Zurich mit diesem milliardenschweren Coup? Die Strategie ist klar: massiver Ausbau des weltweiten Spezialversicherungsgeschäfts. Beazley ist besonders stark im Bereich Cyber-Versicherungen positioniert – einem Wachstumsmarkt mit enormem Potenzial.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zurich Insurance?
Die kombinierten Kräfte würden beeindrucken: Gemeinsam kämen beide Gruppen auf gebuchte Bruttoprämien von rund 15 Milliarden US-Dollar im Spezialversicherungsgeschäft. Zum Vergleich: Zurich allein erzielte in diesem Bereich 2025 Prämieneinnahmen von etwa 9 Milliarden Dollar. Der Zukauf würde das Volumen also um rund zwei Drittel steigern.
Zurich ist bereits in Großbritannien tätig und weltweit stark vertreten. Mit Beazley käme nun ein etablierter Spezialist mit Fokus auf Nischenmärkte hinzu. Eine Kombination, die Synergien verspricht – sowohl geografisch als auch im Produktportfolio.
Die Börse wird in den kommenden Tagen genau beobachten, ob die finale Hürde bis Mitte Februar genommen wird. Gelingt der Deal, dürfte Zurich seine Position als einer der führenden globalen Versicherer weiter festigen.
Zurich Insurance-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Zurich Insurance-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Zurich Insurance-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Zurich Insurance-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Zurich Insurance: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


