Die Schweizer legen ernsthaft vor: Zurich Insurance unterbreitet ein aufgestocktes Übernahmeangebot für den britischen Spezialversicherer Beazley. 1.280 Pence je Aktie – das entspricht einer saftigen Prämie von 56 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Keine Kleinigkeit bei einem Deal, der einen globalen Champion im Specialty-Versicherungsgeschäft schaffen soll.
Die Reaktion der Märkte fiel eindeutig aus: Beazley-Papiere schossen um 42 Prozent nach oben und markierten ein neues Allzeithoch bei 1.164 Pence. Zurich-Aktien gaben dagegen 1,4 Prozent ab. Offenbar sehen Anleger die Übernahme kritisch – zu teuer erkauft?
Zweiter Anlauf nach Korb
Der erste Versuch war bereits gescheitert. Anfang Januar bot Zurich noch 1.230 Pence je Beazley-Aktie. Das Angebot landete prompt im Papierkorb: Der Verwaltungsrat der Briten wies das Gebot Ende letzter Woche als „signifikant unterbewertet“ zurück. Nun also die Nachbesserung um 50 Pence – genug, um doch noch zum Ziel zu kommen?
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Die Prämie ist beachtlich: 32 Prozent über dem bisherigen Allzeithoch von 973 Pence, das Beazley im Juni 2025 erreichte. Auch gegenüber dem mittleren Analystenkursziel liegt das Angebot 27 Prozent höher. Zurich argumentiert, dass Beazley diesen Wert aus eigener Kraft in absehbarer Zeit nicht erreichen könnte.
Weltmarktführer im Visier
Was treibt die Schweizer an? Die Kombination beider Geschäfte würde einen Branchenprimus mit rund 15 Milliarden US-Dollar Bruttoprämienvolumen schaffen. Zurich hält bereits 1,465 Prozent an Beazley – nun soll der Rest folgen. Die geplante Transaktion fügt sich in die im November präsentierte Strategie ein und soll zur Erreichung der Finanzziele 2027 beitragen.
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Finanziert werden soll der Zukauf durch vorhandene Liquidität, neue Schuldtitel und eine Kapitalerhöhung. Beazley ist als Lloyd’s-Versicherer im Spezialgeschäft aktiv – ein Bereich, den Zurich gezielt ausbauen will. Die entstehende Plattform hätte ihren Sitz in Großbritannien und würde die führende Position im globalen Specialty-Markt einnehmen.
Deadline läuft
Ob der Deal zustande kommt, ist noch offen. Nach britischem Übernahmerecht muss Zurich bis zum 16. Februar 2026 entweder ein verbindliches Angebot vorlegen oder den Rückzug erklären. Die Uhr tickt – und der Druck auf beide Seiten steigt. Für Zurich geht es um strategischen Weitblick, für Beazley um den bestmöglichen Preis.
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