Fonds, Einzelaktien und Indizes: Warum Anleger ein ausgeglichenes Portfolio haben sollten

Blick auf Finanzwerte
Blick auf Finanzwerte
 

Das Interesse am Thema Geldanlage steigt. Inzwischen liegt die Aktionärsquote in Deutschland bei rund 12,5 Prozent, was einer Gesamtzahl von 10,3 Millionen Investoren in der Bundesrepublik entspricht. Hitzig diskutiert wird dabei oft die Frage, ob private Investoren besser in Einzelaktien, Fonds oder Indizes und ETFs bei ihrer Geldanlage investieren sollten. Oft liegt die Antwort darauf jedoch in der Mitte. Weshalb Anleger auf eine Mischung aus Anlagen setzen sollten, klären die folgenden Zeilen.

Indizes und ETFs mit ordentlichen Renditen

Viele private Investoren setzen inzwischen auf aktiv gemanagte Investmentfonds, da diese eine gute Balance zwischen Risiko und guten Renditen versprechen und im Idealfall den Markt schlagen können. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren auch der Trend zum DAX immer mehr verstärkt: Denn die Investition in ETFs und Indizes hat durchaus ihre Vorteile. So sparen Anleger sich hier bekanntlich die teils hohen Gebühren des Ausgabeaufschlags, der bei aktiv gemanagten Fonds in der Regel fällig wird. Auch die laufenden Kosten sind bei der Investition in Indizes wie den DAX zumeist deutlich geringer. Und die Renditen können sich sehen lassen: In den vergangenen zehn Jahren konnte der DAX seinen Wert deutlich erhöhen. Für die Zukunft stehen weitere positive Veränderungen an. So wird der DAX beispielsweise bald 40 anstatt wie aktuell 30 Unternehmen umfassen. Konzerne wie die Scout 24 AG, die auf ihrer Webseite Immobilien, Mietobjekte und mehr anbietet, sowie die Carl Zeiss AG – ein Hersteller von Optoelektronik – könnten in den kommenden Jahren Einzug in den DAX finden. Andere Firmen wie BMW oder Infineon Technologie AG dagegen werden den Index vermutlich verlassen müssen.

Dass der DAX den Wandel der deutschen Wirtschaft so gut abbildet, ist eine der größten Stärken des Index. Denn inzwischen sind nur noch wenige Firmen wie Merck, Siemens, Bayer oder BASF, die zur Einführung des DAX bereits im Index enthalten waren, auch heute noch vertreten. Viele Unternehmen kamen dagegen im Laufe der Jahre dazu oder wurden aus dem DAX entfernt.

Einzelaktien und Fonds als Ergänzung

Es wird also ersichtlich: Die Investition in Indizes und ETFs ist für Privatanleger aufgrund der geringen Kosten und der robusten Performance der Wirtschaft durchaus lohnenswert. Zudem ist das Risiko im Vergleich zum Erwerb von Einzelaktien geringer. Immerhin ist es sehr unwahrscheinlich, dass beispielsweise alle im DAX vertretenen Firmen gleichzeitig in Skandale verwickelt werden oder überraschend schlechte Geschäftszahlen verkünden. Wie der Fall Wirecard zeigt, ist dieses Risiko beim Kauf von Einzelaktien dagegen durchaus vorhanden. Dafür winken, bei kluger Investition, allerdings auch sehr hohe Renditen für Einzelaktionäre.

Aktiv gemanagte Fonds wiederum können sowohl äußerst lukrativ und sicher sein als auch ein Hindernis für den Vermögensaufbau darstellen. Denn: In Deutschland sind inzwischen mehr als 14.000 Fonds für Anleger verfügbar und nur ein Bruchteil von ihnen schlägt den Markt und rechtfertigt dadurch die höheren Kosten. Wenn jedoch ein guter aktiv gemanagter Fonds einmal gefunden wurde, können hier sehr hohe Renditen bei gleichzeitig ordentlicher Sicherheit erzielt werden.

Fazit

Es zeigt sich also: Sowohl die Investition in Indizes als auch die Ergänzung des Portfolios durch Aktien und Fonds kann sich lohnen. Inzwischen gibt es in Deutschland eine große Zahl an Anlegern, die Vermögensaufbau aktiv als Altersvorsorge betreiben. Und gerade diese sollten bei ihren Investitionen auf eine gesunde Mischung aus Rendite und Sicherheit setzen. Klar ist aber auch: Eine Anlage, die nach Einbeziehung von Inflation und laufenden Kosten keine positive Netto-Rendite erzielt, ist für das eigene Portfolio ungeeignet.

Viel Erfolg wünscht Jasmin Fischer

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