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Was ist HFT-Trading?

Der Hochfrequenzhandel oder kurz HFT-Trading ist eine Sonderform des Wertpapierhandels. Diese Art des Tradings definiert sich vor allem über die Optimierung der Geschwindigkeit im An- und Verkauf von Wertpapieren. Der Handel erfolgt vollautomatisch und beruht auf Algorithmen.

 

Der Gesetzgeber definiert den Hochfrequenzhandel im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wie folgt:

…Kaufen oder Verkaufen von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung als unmittelbarer oder mittelbarer Teilnehmer eines inländischen organisierten Marktes oder eines multilateralen oder organisierten Handelssystems mittels einer hochfrequenten algorithmischen Handelstechnik im Sinne von Absatz 44, auch ohne Dienstleistung für andere (Hochfrequenzhandel)…

Damit stellt das HFT-Trading (High Frequency Trading) also eine auf Geschwindigkeit fokussierte Trading-Strategie dar. Je schneller ein Modell rechnet und je kürzer die Leitung bis zur Börse ist, desto leistungsfähiger kann ein Modell im Markt agieren.

Der Hochfrequenzhandel kann sehr unterschiedliche Ausprägungen haben. Dabei macht eine Unterscheidung in passive Modelle und aktive Modelle Sinn.

 

Die Arten des Hochfrequenzhandels

Passives HFT-Trading kann als Market Making verstanden werden. Diese Algorithmen stellen dem Markt in Bruchteilen einer Sekunde Liquidität zur Verfügung. Diese Liquidität sorgt für schnelle und günstige Ausführungen von Wertpapierorders anderer Marktteilnehmer. Diese Trading-Modelle verdienen ihr Geld durch die engen Spannen zwischen An- und Verkaufskursen (Bid und Ask).

Im aktiven HFT-Trading versuchen Modelle durch ihren Geschwindigkeitsvorteil anderen Marktteilnehmern zuvorzukommen. So versuchen diese z.B. sich vor größere Orders zu setzen um einen Preisvorteil zu generieren. Außerdem werden starke Trends oftmals prozyklisch verstärkt durch Momentum-Strategien.

 

Kritik am HFT-Trading

Vor allem das Zusammenspiel von passiven und aktiven HFT-Trading-Strategien sorgt immer wieder für heftige Kursausschläge an den Börsen. Während passive auf das Market Making ausgerichtete Modelle in Zeiten hoher Volatilität oftmals ausgesetzt werden, beginnen aktive Modelle gerade zu dieser Zeit mit dem Trading. So trifft immer wieder mangelnde Liquidität auf heftige Kursausschläge. Selbst die Bundesbank befasste sich schon mit dem Einfluss des Hochfrequenzhandels auf den deutschen Kapitalmarkt. Lesen Sie hier die Studie aus Oktober 2016.

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