Welcher Markt ist für einen Trader spannend?

Finanzielle Unabhängigkeit
Finanzen lernen
 

Das Trading kann man theoretisch an jedem Markt lernen. Doch man sollte wissen, dass die Märkte zur Geldanlage sich prinzipiell in Klassen unterteilen und es nicht „den einen Markt“ gibt. Gerne geben wir Ihnen hierzu einen Einblick.

Assetklassen im Portrait

Man spricht bei den unterschiedlichen Märkten auch von „Assets“ und damit einhergehend von Assetklassen. Dabei hat jeder Markt seine Vor- und Nachteile und ist sicherlich bei der Auswahl im Lernen des Trading von vielen Faktoren abhängig. Manchem Trader liegt zum Beispiel der Goldmarkt besser, anderen der Währungsmarkt.

Insgesamt kann man hier folgende grobe Einteilung mit den entsprechenden Spezifikationen vornehmen.

Trading lernen am Rohstoffmarkt

Der Rohstoffmarkt ist der älteste Markt der Welt und kann damit als das Fundament aller Börsen angesehen werden. Hier haben viele Trader ihr Handwerk gelernt und somit diese Tätigkeit geprägt. Die Menschheit vollzog damit den Schritt von der reinen Tauschwirtschaft (eine Ziege gegen einen Sack Kartoffeln) hin zu einem Handel gegen Zahlungsmittel. Erst dadurch entstanden größere Märkte, die nicht nur der eigenen Versorgung dienten und an dem eine Spekulation Sinn ergab. Zudem konnten sich Anbieter von Rohstoffen wie Bauern oder Minenbetreiber entsprechende Preise „sichern“ und vertraglich fixieren (Termingeschäfte).

Heute werden fast alle Rohstoffe an den Börsen gehandelt und vor allem an der größten Rohstoffbörse der Welt in Chicago lernen jedes Jahr hunderte Trader dieses Business kennen. Hierbei wird noch einmal der Markt in die verschiedenen Produkte unterteilt. So gibt es einen Rohstoffmarkt für Edelmetalle wie Gold und Silber, einen für Nahrungsmittel wie Kaffee oder Sojabohnen und einen für Energie wie Erdöl und Erdgas.

Trader spekulieren dabei sowohl auf steigende als auch auf fallende Preise. Die Höhe der Produktion, die Menge der saisonalen Nachfrage und viele weitere Faktoren haben dabei Einfluss auf den Preis.

Münzen zählen am Rohstoffmarkt
Münzen zählen am Rohstoffmarkt

Der größte Markt der Welt für Trader: Währungsmarkt

Der Währungsmarkt wird gerne mit dem Wort „Forex“ (Foreign Exchange) oder noch kürzer FX umschrieben. Kern dieses Segments ist der Tausch von Währungen und damit die Spekulation auf eine Veränderung im Wechselkurs zwischen zwei Währungen. Denn diese müssen immer im Verhältnis zueinander betrachtet werden. Das Trading ist damit ein Kauf einer Währung bei gleichzeitigem Verkauf einer anderen Währung – sozusagen ein Währungstausch. Den Trade beendet man hierbei, indem einfach die gleiche Menge des Währungskorbes zurückgetauscht wird. Ist dabei die Differenz des Wechselkurses positiv, wurde der Trade mit Gewinn beendet.

Weil der Währungsmarkt global mit rund 6,6 Billionen US-Dollar Volumen pro Tag der größte Markt der Welt ist, fokussieren sich viele Trader genau auf diesen Markt. Zudem kann man hier bereits das Trading mit sehr geringen Kapitaleinsätzen vollziehen und damit gerade als Anfänger erste Erfahrungen sammeln. Entsprechende Hebel auf das Kapital, also die „künstliche“ Vergrößerung einer Position mit Hilfe eines Brokers (dazu später mehr) erlaubt hier bei den täglichen Währungsschwankungen involviert zu sein.

Aktienmarkt ist populär

Mit der Börse wird im ersten Gedanken der Aktienmarkt in Verdindung gebracht. Hier werdenalle Wertpapiere gehandelt, die eine klassische Unternehmensbeteiligung am Kapitalmarkt darstellen. Diese sollten entsprechend an einer Börse gelistet sein, um einen regulären Handel zu ermöglichen. Als Trader spekuliert man auch hierbei auf die Kursveränderung ganz klassisch durch einen Kauf und späteren Verkauf zu einem höherem Aktienkurs. Im man beim Trading schnell lernen kann, funktioniert diese Spekulation jedoch auch konträr, doch dazu später im Punkt 4 mehr.

Neben diesen so genannten Kursgewinnen beteiligen viele Unternehmen ihre Aktionäre auch am Unternehmensgewinn in Form einer Dividende. Dieser Anteil an den Gewinnen wird monatlich, quartalsweise oder jährlich direkt ausgeschüttet und stellt für Anleger ein häufiges Kaufargument dar. Somit ist klar, dass der Aktienmarkt direkt auf die jeweiligen Unternehmensmeldungen reagiert und im größeren Rahmen, bezieht man dies auf den Gesamtmarkt, natürlich ebenso auf Wirtschaftsdaten. Um das Trading am Aktienmarkt zu lernen bedarf es daher im mittelfristigen Zeitrahmen erweiterte Kenntnisse im Lesen von Unternehmenspublikationen und dem Auswerten von Bilanzen.

Aktien werden beliebter
Aktienbesitzer nehmen zu

Für das kurzfristige Trading lässt sich am Aktienmarkt ähnlich dem Forexmarkt auch hier ein Hebel einsetzen und auf fallende Kurse spekulieren.

Finanzierungen und Trading über den Anleihenmarkt

Ein vielleicht nicht ganz so bekannter Markt für Einsteiger ist der Anleihenmarkt. Er ist jedoch vom Volumen her rund 10 mal so groß wie der Aktienmarkt und damit im internationalen Finanzgeschäft extrem wichtig. Nicht nur für den Handel, sondern vor allem für Unternehmen und Staaten. Denn über den Anleihemarkt werden Finanzierungen durchgeführt, die insbesondere im Falle von Staatsanleihen aus dem Wirtschaftskreislauf nicht wegzudenken sind. Früher kauften eher konservative Investoren Anleihen, doch im Zuge der Niedrigzinspolitik ist dieser Markt auch für Anleger attraktiver geworden. Er vermittelt ganz einfach ausgedrückt Kapital von Gläubigern für ein entsprechendes Entgelt (Zins, Kupon).

Auch bei den Staatsanleihen wird der Preis an der Börse bestimmt und es ist möglich, von steigenden und fallenden Kursen zu profitieren. Dabei kann es fixierte Zinszahlungen während der Laufzeit geben oder die Rückzahlung am Ende der Periode. Prominentester Vertreter ist für Trader der Bund-Future, welcher die Entwicklung einer fiktiven deutschen Staatsanleihe mit 10 Jahren Laufzeit und einem Kupon von 6 Prozent repräsentiert. Auf dessen Verlauf lässt sich börsentäglich spekulieren. Gerade beim Lernen des Trading sind diese größeren und ruhiger verlaufenden Marktbewegungen ein guter Einstieg.

Austausch über das Trading: Trading-Chat

Sie kennen womöglich bereits den Trading-Chat auf Trading-Treff. Hier treffen sich börsentäglich renommierte Finanzexperten und Börsianer, welche die Tagesthemen rund um Wirtschaft und Börse vertiefen. Ebenso werden die unterschiedlichen Assetklassen besprochen.


Schauen Sie gerne vorbei: Trading-Chat


Neben diesen genannten Assetklassen muss man vor dem Trading jeweils die Instrumente unterscheiden, mit denen der jeweilige Trade ausgeführt wird. Hierbei geht der Fokus von ganz passiven Produkten, welchen lediglich die Marktbewegung widerspiegeln, bis zu sehr spekulativen Produkten mit hohem Hebel weit auseinander.

Drauf gehen wir in der nächsten Folge gerne ein,

bleiben Sie interessiert und vor allem gesund – wir lesen uns gerne im Tradingroom von Tradersclub24.

Ihr Christian Schürholz

Christian Schürholz
Über Christian Schürholz 56 Artikel
Seit 20 Jahren ist Christian Schürholz aktiv an der Börse. Von Aktien, über Zertifikaten zu CFDs und Forex hat er schon (fast) alles gehandelt, sowohl auf Basis fundamentaler und technischer Analyse. Durch seine langjährige Erfahrungen im Brokeragegeschäft ist ihm auch die institutionelle Seite bestens bekannt.
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