Während ams OSRAM seinen Schuldenabbau vorantreibt, zeigt das Unternehmen in Shanghai, wohin die Reise technologisch gehen soll. Auf zwei Fachmessen präsentiert der Halbleiter- und Lichtkonzern heute neue Laserchips und Lichtsysteme — ein Signal, dass der Konzern trotz laufender Restrukturierung den Anspruch auf technologische Führerschaft nicht aufgibt.
Neue Chips, neue Märkte
Im Mittelpunkt der Messeauftritte stehen blaue Multi-Mode-Laserchips für industrielle Materialbearbeitung sowie ein neuer 265-nm-Deep-UV-Chip für Desinfektionsanwendungen. Beide Produkte fügen sich in die sogenannte „Digital Photonics“-Strategie ein, die das Management im Februar 2026 konkretisiert hatte. Die Idee dahinter: Emitter- und Sensortechnologien zu kombinieren, um neue Anwendungsfelder in der Präzisionsfertigung zu erschließen. Parallel nutzt ams OSRAM die Automobilmesse ALE, um seine Position bei Fahrzeuglichtlösungen in Asien zu festigen.
Operative Basis verbessert sich
Der Messeauftritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Zahlen des Konzerns spürbar erholen. Laut dem am 20. März veröffentlichten Geschäftsbericht 2025 sank der Nettoverlust von 786 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro — ein erheblicher Fortschritt, gestützt durch ein striktes Sparprogramm. Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 18,3 Prozent. Der Umsatz gab währungsbedingt leicht auf 3,32 Milliarden Euro nach, das Kernsegment Halbleiter wuchs jedoch bereinigt. Besonders beachtenswert: Die Design-Wins im Halbleiterbereich erreichten ein Rekordvolumen von über 5 Milliarden Euro — ein Indikator für künftige Aufträge, der Investoren aufhorchen lässt.
Für das laufende Jahr plant das Management den Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts im zweiten Quartal 2026. Der Erlös von rund 570 Millionen Euro soll direkt in den Schuldenabbau fließen. Das Jahr 2026 gilt intern weiterhin als Übergangsjahr — die technologischen Weichen werden gerade in Shanghai gestellt, die finanzielle Ernte soll später folgen.
Die Aktie legte heute um rund 8 Prozent zu und notiert bei 9,68 Euro, liegt damit aber noch rund 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,84 Euro. Ob die Design-Win-Pipeline diesen Abstand mittelfristig schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die neuen Technologien in konkrete Großaufträge übersetzen lassen.
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