Gold: Punktuelle Marktbeobachtungen

Der Goldpreis erholt sich durch geopolitische Deeskalation und steigende Inflationserwartungen, bleibt aber technisch im Bärenmarkt. Analysten sehen langfristig höhere Niveaus.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Friedensplan treibt Goldpreis an
  • Steigende Importpreise nähren Inflationsängste
  • USA holen physisches Gold aus Venezuela zurück
  • Analysten erwarten langfristig höhere Goldpreise

Ein 15-Punkte-Plan der US-Regierung zur Deeskalation mit dem Iran hat den Goldpreis am Mittwoch um knapp 2 Prozent angetrieben. Gleichzeitig sanken die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 4,33 Prozent — ein Umfeld, das Gold traditionell begünstigt.

Mehrere Treiber stützen den Kurs

Der schwächere Dollar infolge der Friedenssignale aus Washington war der unmittelbare Auslöser. Zusätzlichen Rückenwind liefern die US-Importpreise, die im Februar um 1,3 Prozent stiegen — der stärkste Anstieg seit März 2022. Das nährt Inflationserwartungen, gegen die Gold als klassische Absicherung gilt.

Ein ungewöhnliches Signal kam zudem aus Südamerika: Die USA riefen erstmals seit über 20 Jahren physisches Gold im Wert von rund 100 Millionen USD aus Venezuela zurück. US-Innenminister Doug Burgum bestätigte die Transaktion. Solche staatlichen Goldbewegungen signalisieren, welche strategische Rolle das Edelmetall in geopolitisch unsicheren Zeiten spielt.

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Auch die Kriegskosten rücken in den Fokus. Das Pentagon schätzt die Ausgaben der ersten sechs Kampftage gegen den Iran auf 11,3 bis 11,5 Milliarden USD. Steigende Militärausgaben belasten den US-Haushalt und schüren Zweifel an der langfristigen Dollarstärke — ein weiterer Faktor, der Kapital in Richtung Gold lenkt.

Technisch noch im Bärenmarkt

Trotz der heutigen Erholung bleibt die übergeordnete Lage angespannt. Gegenüber dem Januarhoch bei 5.450 USD hat Gold rund 16 Prozent verloren und notiert damit formell im Bärenmarkt. Viele Marktteilnehmer werten die aktuelle Bewegung daher zunächst als technische Gegenreaktion.

Mittel- bis langfristig sehen die Analysten der Bank of Montreal den Goldpreis auf einem anderen Niveau: Sie kalkulieren für 2026 mit einem Jahresdurchschnitt von 4.846 USD und erwarten ab 2027 ein dauerhaftes Preisniveau oberhalb von 5.000 USD. Ob die heutigen Impulse — Diplomatie, sinkende Renditen, Inflationsdruck — stark genug sind, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten, wird sich an der Reaktion des Marktes auf weitere Entwicklungen im Iran-Konflikt zeigen.

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